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Der ausgestopfte Barbar

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Die absurde Situation, dass jemand von seinen eigenen Freunden ausgestopft werden muss, wird am Beispiel von Angelo Soliman deutlich. Als Kindersklave um 1720 nach Wien gekommen, erlangte er an verschiedenen Fürstenhöfen eine umfassende Bildung und wurde zu einem der brillantesten Köpfe seiner Zeit. Er bewegte sich in Freimaurerkreisen und pflegte Beziehungen zu Kaiser Joseph II sowie zu namhaften Wissenschaftlern. Trotz seiner Bildung war Soliman aufgrund seiner Hautfarbe auch eine Jahrmarktsattraktion und wurde nach seinem Tod auf eine Holzstatue gespannt, um als namenloses Exemplar seiner „Rasse“ im Hof-Naturalien-Cabinet ausgestellt zu werden, bis diese 1848 in einem Feuer zerstört wurde. Die Erzählung wird durch Gräfin Sophie Török, die Witwe des Literaten Ferenz Kazinczy, erweitert. Kazinczy, ein Freund Solimans, wurde zu Unrecht inhaftiert und verbrachte 2387 Tage im Gefängnis. Wie Soliman versuchte auch er, die Welt durch Wissen und Einsichten zu verbessern. Diese Geschichte ist nicht nur die von Angelo Soliman, sondern auch eine Parabel über menschliche Bosheit und Dummheit, die die Ideale von Geist und Schönheit zerstören. Der durch Humor durchzogene Erzählstil verleiht dem Roman eine faszinierende Tiefe.

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Der ausgestopfte Barbar, Gergely Péterfy

Sprache
Erscheinungsdatum
2016
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(Hardcover),
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Titel
Der ausgestopfte Barbar
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gergely Péterfy
Erscheinungsdatum
2016
Einband
Hardcover
Seitenzahl
560
ISBN10
3950390626
ISBN13
9783950390629
Reihe
Erstveröffentlichung
2014
Originaltitel
Kitömött barbár
Bewertung
4,4 von 5 Sternen
Beschreibung
Die absurde Situation, dass jemand von seinen eigenen Freunden ausgestopft werden muss, wird am Beispiel von Angelo Soliman deutlich. Als Kindersklave um 1720 nach Wien gekommen, erlangte er an verschiedenen Fürstenhöfen eine umfassende Bildung und wurde zu einem der brillantesten Köpfe seiner Zeit. Er bewegte sich in Freimaurerkreisen und pflegte Beziehungen zu Kaiser Joseph II sowie zu namhaften Wissenschaftlern. Trotz seiner Bildung war Soliman aufgrund seiner Hautfarbe auch eine Jahrmarktsattraktion und wurde nach seinem Tod auf eine Holzstatue gespannt, um als namenloses Exemplar seiner „Rasse“ im Hof-Naturalien-Cabinet ausgestellt zu werden, bis diese 1848 in einem Feuer zerstört wurde. Die Erzählung wird durch Gräfin Sophie Török, die Witwe des Literaten Ferenz Kazinczy, erweitert. Kazinczy, ein Freund Solimans, wurde zu Unrecht inhaftiert und verbrachte 2387 Tage im Gefängnis. Wie Soliman versuchte auch er, die Welt durch Wissen und Einsichten zu verbessern. Diese Geschichte ist nicht nur die von Angelo Soliman, sondern auch eine Parabel über menschliche Bosheit und Dummheit, die die Ideale von Geist und Schönheit zerstören. Der durch Humor durchzogene Erzählstil verleiht dem Roman eine faszinierende Tiefe.