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»Gefühle sind von Haus aus Rebellen«

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Die Oper hat mit immer schwerwiegenderen Legitimationsproblemen zu kämpfen: zu artifiziell, zu lebensfern und vor allem zu teuer. Dieser Krisendiskurs ist keineswegs ein rein ästhetischer, sondern überaus politisch. Gleichzeitig scheint sie gerade wegen ihrer inhärenten Künstlichkeit geeignet zu sein, intellektuelle Distanz zu nehmen und0gleichzeitig emotionale Agitation zu betreiben. Ist Oper ein 'Kraftwerk der Gefühle' ? oder werden hier gar unter einem Material- und Aktualitätsparadigma Werke geschunden, um Distinktion zu betreiben?0Die vermeintlichen Schwächen der Oper sind dabei womöglich ihre größten Stärken. Denn das Hybride und Synästhetische der Kunstform führt nicht nur zu institutionsgeschuldeter Behäbigkeit, sondern ermöglicht auch Arbeitsweisen, in denen neue Formen von Prozess und Kollaboration gedacht werden, die sich wiederum in entsprechenden politischen Gehalten reflektieren. Entsprechend sind in altehrwürdigen Häusern vermehrt Laboratorien eines emphatischen Musiktheaters entstanden, die sich weder vor der großen Operngeste noch vor tagespolitischer Aktualität scheuen

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»Gefühle sind von Haus aus Rebellen«, Dominik Frank

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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(Paperback)
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Titel
»Gefühle sind von Haus aus Rebellen«
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Dominik Frank
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Paperback
Seitenzahl
212
ISBN10
3826071867
ISBN13
9783826071867
Reihe
Beschreibung
Die Oper hat mit immer schwerwiegenderen Legitimationsproblemen zu kämpfen: zu artifiziell, zu lebensfern und vor allem zu teuer. Dieser Krisendiskurs ist keineswegs ein rein ästhetischer, sondern überaus politisch. Gleichzeitig scheint sie gerade wegen ihrer inhärenten Künstlichkeit geeignet zu sein, intellektuelle Distanz zu nehmen und0gleichzeitig emotionale Agitation zu betreiben. Ist Oper ein 'Kraftwerk der Gefühle' ? oder werden hier gar unter einem Material- und Aktualitätsparadigma Werke geschunden, um Distinktion zu betreiben?0Die vermeintlichen Schwächen der Oper sind dabei womöglich ihre größten Stärken. Denn das Hybride und Synästhetische der Kunstform führt nicht nur zu institutionsgeschuldeter Behäbigkeit, sondern ermöglicht auch Arbeitsweisen, in denen neue Formen von Prozess und Kollaboration gedacht werden, die sich wiederum in entsprechenden politischen Gehalten reflektieren. Entsprechend sind in altehrwürdigen Häusern vermehrt Laboratorien eines emphatischen Musiktheaters entstanden, die sich weder vor der großen Operngeste noch vor tagespolitischer Aktualität scheuen