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Überfliegen

Figuren erratischer Wahrnehmung

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Die Analyse untersucht punktuelle, flüchtige Wahrnehmungen, die das winzige Sujet der Fliege in verschiedenen Medien seit Jahrhunderten hervorbringt. Im Fokus steht ihr Potenzial, soziale, ästhetische und perceptive Konventionen sowohl zu irritieren als auch zu stabilisieren. Die Fliege fungiert als Wahrnehmungsfigur und regt einen ungerichteten, schweifenden Blick an. Ihr Irritationspotenzial macht sie zu einem beliebten Sujet in der Kunst und visuellen Kultur, wo sie als Bildagentin Darstellungskonventionen sowohl stört als auch stabilisiert. In frühneuzeitlichen Enzyklopädien erscheint sie als klassifikatorische Wissensfigur der Insektenkunde und symbolisiert die Trennung zwischen Mensch und Tier. In Porträts und Stillleben seit dem Mittelalter spielt sie mit dem Hier und Dort sowie dem Einst und Jetzt der Darstellung. Im Rokoko wird sie als Lockfigur auf der Haut eleganter Damen dargestellt. In neueren Medien begegnen wir ihr als Herrschaftsfigur zwischen Klassen, Rassen und Geschlechtern. Das Buch folgt der Fliege nicht chronologisch, sondern betrachtet ihre Ordnungs- und Störpotenziale in kleinen punktuellen Annäherungen. Es lädt die Leser ein, die Formen der Aufmerksamkeit und die paradoxen Bedeutungen, die die Fliege hervorbringt, in ihrem eigenen Rhythmus zu erkunden.

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Überfliegen, Katharina Sykora

Sprache
Erscheinungsdatum
2021
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Titel
Überfliegen
Untertitel
Figuren erratischer Wahrnehmung
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Katharina Sykora
Erscheinungsdatum
2021
Seitenzahl
343
ISBN10
3835391372
ISBN13
9783835391376
Reihe
Beschreibung
Die Analyse untersucht punktuelle, flüchtige Wahrnehmungen, die das winzige Sujet der Fliege in verschiedenen Medien seit Jahrhunderten hervorbringt. Im Fokus steht ihr Potenzial, soziale, ästhetische und perceptive Konventionen sowohl zu irritieren als auch zu stabilisieren. Die Fliege fungiert als Wahrnehmungsfigur und regt einen ungerichteten, schweifenden Blick an. Ihr Irritationspotenzial macht sie zu einem beliebten Sujet in der Kunst und visuellen Kultur, wo sie als Bildagentin Darstellungskonventionen sowohl stört als auch stabilisiert. In frühneuzeitlichen Enzyklopädien erscheint sie als klassifikatorische Wissensfigur der Insektenkunde und symbolisiert die Trennung zwischen Mensch und Tier. In Porträts und Stillleben seit dem Mittelalter spielt sie mit dem Hier und Dort sowie dem Einst und Jetzt der Darstellung. Im Rokoko wird sie als Lockfigur auf der Haut eleganter Damen dargestellt. In neueren Medien begegnen wir ihr als Herrschaftsfigur zwischen Klassen, Rassen und Geschlechtern. Das Buch folgt der Fliege nicht chronologisch, sondern betrachtet ihre Ordnungs- und Störpotenziale in kleinen punktuellen Annäherungen. Es lädt die Leser ein, die Formen der Aufmerksamkeit und die paradoxen Bedeutungen, die die Fliege hervorbringt, in ihrem eigenen Rhythmus zu erkunden.