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Die Wanderhure

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Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Marie und ihr Vazer werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaus treibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf ...

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Die Wanderhure, Iny Lorentz

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Erscheinungsdatum
2004
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(Paperback)
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Wir begleiten Marie, die nach Intrigen und Verrat alles verliert und als Ausgestoßene ums Überleben kämpfen muss. Ihr Weg ist brutal, oft schwer zu ertragen, aber konsequent erzählt. Gewalt, Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch werden nicht beschönigt, das Mittelalter erscheint hier als rauer, gnadenloser Ort, an dem Schwäche kaum verziehen wird. Genau darin liegt ein Teil der Wirkung des Romans. Stärken hat das Buch vor allem im Tempo und in der Zugänglichkeit. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, Kapitel enden häufig mit klaren Cliffhangern, und man merkt schnell: Das hier soll gelesen, nicht analysiert werden. Historische Details sind präsent, ohne den Text zu überladen, auch wenn sie eher stützen als vertiefen. Literarisch bleibt Die Wanderhure eher schlicht. Figuren sind klar gezeichnet, manchmal etwas eindimensional, Gut und Böse selten wirklich ambivalent. Psychologische Tiefe steht nicht im Fokus, dafür Emotion und Dramatik. Wer feine Zwischentöne sucht, wird sie hier kaum finden. Unterm Strich ist Die Wanderhure kein literarischer Meilenstein, aber ein äußerst wirkungsvoller historischer Unterhaltungsroman. Hart, emotional und mit hohem Sog, ideal für Leserinnen und Leser, die eine packende Geschichte wollen und sich bewusst auf klare Kontraste einlassen.

Sirwan N.

Das Buch ist viel besser als der Film.. sehr empfehlenswert