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Erzählungen

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In der ersten der hier versammelten Erzählungen sagt der Leutnant Yorck von Wartenburg: "Ich habe nur ein Leben." Er opfert dieses Leben bei dem Versuch, gemeinsam mit anderen Offizieren die Diktatur Hitlers am 20. Juli 1944 zu stürzen. Wir wissen, dass dieses Attentat fehlschlug und dass die mutigen Männer hingerichtet wurden. Hermlins Erzählung geht über die literarische Darstellung der Fakten hinaus. Er gibt uns zu bedenken, was möglich gewesen wäre, wenn dieser Junge unter den Verschwörern durch eine unvorhergesehene Wendung mit dem Leben davongekommen wäre. Wie hätte er sich, der Konsequenz seines einmal getroffenen Entschlusses folgend, verhalten? Auch in den anderen zehn Geschichten geht es um die schwere Frage des Sich-Entscheiden-Müssens an historisch bedeutsamen Wendepunkten. Die Entscheidungen wurden selten von den Personen selbst gesucht, vielmehr wurden sie durch äußere Umstände erzwungen und mussten in Einsamkeit oder Gemeinsamkeit gefällt werden. Jeder hat nur ein Leben. Es menschlich und verantwortungsbewusst zu müssen, ist die Botschaft, die aus Hermlins Arbeiten spricht. Sie wird immer zeitgemäß bleiben.

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Erzählungen, Stephan Hermlin

Sprache
Erscheinungsdatum
1977
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Stephan Hermlin
Verlag
Aufbau
Erscheinungsdatum
1977
Einband
Hardcover
Reihe
Beschreibung
In der ersten der hier versammelten Erzählungen sagt der Leutnant Yorck von Wartenburg: "Ich habe nur ein Leben." Er opfert dieses Leben bei dem Versuch, gemeinsam mit anderen Offizieren die Diktatur Hitlers am 20. Juli 1944 zu stürzen. Wir wissen, dass dieses Attentat fehlschlug und dass die mutigen Männer hingerichtet wurden. Hermlins Erzählung geht über die literarische Darstellung der Fakten hinaus. Er gibt uns zu bedenken, was möglich gewesen wäre, wenn dieser Junge unter den Verschwörern durch eine unvorhergesehene Wendung mit dem Leben davongekommen wäre. Wie hätte er sich, der Konsequenz seines einmal getroffenen Entschlusses folgend, verhalten? Auch in den anderen zehn Geschichten geht es um die schwere Frage des Sich-Entscheiden-Müssens an historisch bedeutsamen Wendepunkten. Die Entscheidungen wurden selten von den Personen selbst gesucht, vielmehr wurden sie durch äußere Umstände erzwungen und mussten in Einsamkeit oder Gemeinsamkeit gefällt werden. Jeder hat nur ein Leben. Es menschlich und verantwortungsbewusst zu müssen, ist die Botschaft, die aus Hermlins Arbeiten spricht. Sie wird immer zeitgemäß bleiben.