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Der Nazi & der Friseur

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Dieser Roman aus Deutschlands schlimmster Vergangenheit hat seine eigene Geschichte. Erst sieben Jahre nach seinem Welterfolg in Amerika, Italien, England und Frankreich erschien das ursprünglich auf Deutsch geschriebene Werk auch in der Bundesrepublik. Die lang erwartete Antwort auf das Buch eines Juden mit deutscher Vergangenheit und Kultur war ein überraschender Erfolg. Kritiker und Leser waren nicht nur vom surrealen Horror betroffen, sondern auch von der turbulenten Parodie auf Großdeutschland. Die Geschichte folgt dem gelernten Friseur und späteren SS-Oberscharführer Max Schulz, der als Massenmörder an Tausenden von Juden gesucht wird. Er sucht Schutz in der Identität seines jüdischen Jugendfreundes Itzig Finkelstein, der mit einem Sack voll Goldzähnen auf dem Schwarzmarkt in Berlin sein Geld macht und schließlich unangefochten nach Israel auswandert, wo er seinen Lebensabend verbringt. Der Erfolg des Buches gilt auch als Entdeckung eines großen Satirikers, dessen Sprache wild wuchert und oft genug trifft. Diese düstere und stille Poesie entfaltet sich in den Worten, die Heinrich Böll treffend beschrieb.

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Der Nazi & der Friseur, Edgar Hilsenrath

Sprache
Erscheinungsdatum
1990
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(Paperback),
Buchzustand
Beschädigt
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4,1
Sehr gut
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Edgar Hilsenrath
Verlag
Piper
Erscheinungsdatum
1990
Einband
Paperback
ISBN10
3492111645
ISBN13
9783492111645
Reihe
Erstveröffentlichung
1977
Originaltitel
Der Nazi & der Friseur
Bewertung
4,05 von 5 Sternen
Beschreibung
Dieser Roman aus Deutschlands schlimmster Vergangenheit hat seine eigene Geschichte. Erst sieben Jahre nach seinem Welterfolg in Amerika, Italien, England und Frankreich erschien das ursprünglich auf Deutsch geschriebene Werk auch in der Bundesrepublik. Die lang erwartete Antwort auf das Buch eines Juden mit deutscher Vergangenheit und Kultur war ein überraschender Erfolg. Kritiker und Leser waren nicht nur vom surrealen Horror betroffen, sondern auch von der turbulenten Parodie auf Großdeutschland. Die Geschichte folgt dem gelernten Friseur und späteren SS-Oberscharführer Max Schulz, der als Massenmörder an Tausenden von Juden gesucht wird. Er sucht Schutz in der Identität seines jüdischen Jugendfreundes Itzig Finkelstein, der mit einem Sack voll Goldzähnen auf dem Schwarzmarkt in Berlin sein Geld macht und schließlich unangefochten nach Israel auswandert, wo er seinen Lebensabend verbringt. Der Erfolg des Buches gilt auch als Entdeckung eines großen Satirikers, dessen Sprache wild wuchert und oft genug trifft. Diese düstere und stille Poesie entfaltet sich in den Worten, die Heinrich Böll treffend beschrieb.