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In Form eines Briefes an ihr ungeborenes Kind taucht eine junge Frau in ihre Vergangenheit ein. Durch ihre Erzählung erweckt sie Gespenster, die ihr Leben noch immer heimsuchen: ihre Mutter, die in einen Fluss wanderte und nie zurückkehrte; ihr gewalttätiger, dominierender Vater; und das Chaos des Nachkriegsdeutschlands. 1945 von russischen Eltern geboren, floh sie mit ihrer Familie aus der Hungerzone der kriegsverwüsteten Ukraine und landete in Deutschland. Immer eine Außenseiterin, ist die Perspektive des Mädchens auf die Tyrannei der Gesellschaft und der Sprache sowie auf das verzweifelte Bedürfnis des Jugendlichen, dazuzugehören, klar, bewegend und ungetrübt von Selbstmitleid. Als das Nachkriegswunder der Bundesrepublik Deutschland an Fahrt gewinnt und die Kultur Amerikas - Nylons blusen und Jeans der 1950er Jahre - in ihre Provinzstadt eindringt, wird ihr Status als Fremde zunehmend erdrückend. Ein Zeugnis für die menschliche Fähigkeit zu überleben, erzählt "Einmal lebte ich" die Geschichte eines Kindes, dessen Leben von den Kräften des zwanzigsten Jahrhunderts bewegt wird. Es fängt perfekt das Wesen des Außenseiters in einem Land ein, das zunehmend intolerant gegenüber Fremden wird.
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Einmal lebt ich, Natascha Wodin
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- Erscheinungsdatum
- 1992
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- (Paperback)
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