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Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous

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1713 erschien in London »Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous« von George Berkeley. Philonous, der Geistesfreund, vertritt den ontologischen Grundsatz Berkeleys, dass nichts existiert außer denkenden Wesen und Ideen „in the mind“. Existenz ist Wahrgenommenwerden (percipi) oder Wahrnehmen (percipere). Hylas hingegen stützt sich auf Erkenntnistheorien, die von Locke inspiriert sind. Beide Dialogpartner sind sich einig, dass philosophische Überzeugungen, die zu skeptizistischen Konsequenzen führen, sich selbst widerlegen, und sie bemühen sich, die gegnerischen Ansichten als ebenso problematisch darzustellen. Ein zentrales Thema des ersten Dialogs ist die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten, die Berkeley als gegenstandslos erweisen möchte. Im zweiten Dialog verbindet Berkeley den teleologischen Gottesbeweis mit einem eigenen Argument, das aus der idealistischen Seinsannahme und der Annahme einer externen Ursache für unsere Sinnesempfindungen abgeleitet wird. Der dritte Dialog widmet sich vor allem der Widerlegung von Einwänden, einschließlich der Frage nach der Vereinbarkeit von empirischer Wissenschaft und idealistischer Ontologie. Zudem wird die These erörtert, dass alle Argumente gegen materielle Substanz auch gegen geistige Substanz gelten. Berkeley argumentiert, dass erstere ex definitione unmöglich ist, während letztere es nicht ist.

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Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous, George Berkeley

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Paperback)
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Titel
Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous
Sprache
Deutsch
Autor*innen
George Berkeley
Verlag
Meiner
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Paperback
Seitenzahl
148
ISBN10
3787316698
ISBN13
9783787316694
Reihe
Bewertung
3,75 von 5 Sternen
Beschreibung
1713 erschien in London »Drei Dialoge zwischen Hylas und Philonous« von George Berkeley. Philonous, der Geistesfreund, vertritt den ontologischen Grundsatz Berkeleys, dass nichts existiert außer denkenden Wesen und Ideen „in the mind“. Existenz ist Wahrgenommenwerden (percipi) oder Wahrnehmen (percipere). Hylas hingegen stützt sich auf Erkenntnistheorien, die von Locke inspiriert sind. Beide Dialogpartner sind sich einig, dass philosophische Überzeugungen, die zu skeptizistischen Konsequenzen führen, sich selbst widerlegen, und sie bemühen sich, die gegnerischen Ansichten als ebenso problematisch darzustellen. Ein zentrales Thema des ersten Dialogs ist die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten, die Berkeley als gegenstandslos erweisen möchte. Im zweiten Dialog verbindet Berkeley den teleologischen Gottesbeweis mit einem eigenen Argument, das aus der idealistischen Seinsannahme und der Annahme einer externen Ursache für unsere Sinnesempfindungen abgeleitet wird. Der dritte Dialog widmet sich vor allem der Widerlegung von Einwänden, einschließlich der Frage nach der Vereinbarkeit von empirischer Wissenschaft und idealistischer Ontologie. Zudem wird die These erörtert, dass alle Argumente gegen materielle Substanz auch gegen geistige Substanz gelten. Berkeley argumentiert, dass erstere ex definitione unmöglich ist, während letztere es nicht ist.