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Selbstversetzung ist für Siegfried Lenz die grundlegende Voraussetzung seines Schreibens. Sie bedeutet, sich von sich selbst abzuwenden und die Identität in der Vorstellung zu wechseln. Dies erfordert eine Unbedingtheit, die den Schriftsteller verpflichtet, sich völlig aus dem Spiel zu nehmen. Dabei nimmt er eine doppelte Rolle ein: Man muss über den anderen Bescheid wissen und gleichzeitig die eigenen Gefühle berücksichtigen, die den anderen betreffen. In diesem Band präsentiert Lenz autobiografische Geschichten, die uns seine Anfänge im Leben und Schreiben näherbringen. Er führt uns in das Masuren seiner Kindheit, die „Perle Ostpreußens“, und in die weite Welt seiner ersten Lektüre, bevor er uns durch seine Erlebnisse im Krieg und Nachkrieg zurückführt. Diese Erfahrungen inspirierten sowohl seinen ersten Roman als auch sein erstes Theaterstück, das ihn „über Nacht“ berühmt machte. Lenz schreibt mit einem persönlichen Blick über die Entstehung dieser Werke und über seine neue Heimat Hamburg. Der vielgerühmte Geschichtenerzähler fühlt sich jedoch immer in der Sprache zuhause, weshalb drei Essays über die Grundlinien seines Schreibens diesen Band anlässlich seines 80. Geburtstags beschließen.
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Selbstversetzung, Siegfried Lenz
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2006,
- Buchzustand
- Beschädigt
- Preis
- 3,69 €inkl. MwSt.
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