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Mozart auf der Reise nach Prag

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Formale Einzigartigkeit »Im Herbst des Jahres 1787 unternahm Mozart in Begleitung seiner Frau eine Reise nach Prag, um Don Juan daselbst zur Aufführung zu bringen.« Was Mörike wie einen nüchternen Bericht über Mozarts zweite Reise nach Prag beginnt, entwickelt sich zu einem literarischen Spiel mit Mozarts Oper ›Don Giovanni‹, die Mörike ganz besonders schätzte. Dabei durchbricht er die konventionellen Gattungsgrenzen der Novelle und erschafft vielmehr eine Kontrafaktur, die Umdichtung eines Textes unter Beibehaltung der ursprünglichen Melodie. Leitmotivisch setzt der Autor die Ahnung des frühen Todes des großen Komponisten ein und schafft so eine atmosphärische Schwere, die sich über alle, mit Leichtigkeit erzählten Ereignisse legt. Es ist die formale Einzigartigkeit dieses 1855 gedruckten Werks, die Mörikes meisterhafte Prosa über die romantische Novellistik und die historisierende Künstlerbiographie des 19. Jahrhunderts hinaushebt.

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Gut
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Eduard Mörike
Erscheinungsdatum
1997
Einband
Paperback
Seitenzahl
112
ISBN10
3423026162
ISBN13
9783423026161
Reihe
Erstveröffentlichung
1856
Originaltitel
Mozart auf der Reise nach Prag
Bewertung
3,15 von 5 Sternen
Beschreibung
Formale Einzigartigkeit »Im Herbst des Jahres 1787 unternahm Mozart in Begleitung seiner Frau eine Reise nach Prag, um Don Juan daselbst zur Aufführung zu bringen.« Was Mörike wie einen nüchternen Bericht über Mozarts zweite Reise nach Prag beginnt, entwickelt sich zu einem literarischen Spiel mit Mozarts Oper ›Don Giovanni‹, die Mörike ganz besonders schätzte. Dabei durchbricht er die konventionellen Gattungsgrenzen der Novelle und erschafft vielmehr eine Kontrafaktur, die Umdichtung eines Textes unter Beibehaltung der ursprünglichen Melodie. Leitmotivisch setzt der Autor die Ahnung des frühen Todes des großen Komponisten ein und schafft so eine atmosphärische Schwere, die sich über alle, mit Leichtigkeit erzählten Ereignisse legt. Es ist die formale Einzigartigkeit dieses 1855 gedruckten Werks, die Mörikes meisterhafte Prosa über die romantische Novellistik und die historisierende Künstlerbiographie des 19. Jahrhunderts hinaushebt.