Gratis Versand ab 16,99 €. Mehr Infos.
Bookbot

Parameter

  • 255 Seiten
  • 9 Lesestunden

Mehr zum Buch

FRIEDRICH SCHORLEMMER: Wer laufend nur gegen das Unglück kämpft, ohne selber glücklich zu sein, der kann andere nicht mobilisieren. Wer im Zorn auf die Zustände der Welt nicht auch eine bestimmte Gelassenheit lebt, der gefährdet seine Seele. Ich vermute, dass die großen Ideologen sehr unglückliche Menschen sind. HANS-DIETER SCHÜTT: Nun leben wir in einer Gesellschaft, in der Glück sehr massiv an Erfolg, an Sieg gebunden ist. FRIEDRICH SCHORLEMMER: Eben deshalb muss an der Gegenwelt gebaut werden. Es gibt einen Stolz des Scheiterns – gegenüber diesen fatalen Erfolgs-Maßstäben. Eine Gesellschaft ist dann human, wenn auch der Verlierer glücklich sein kann. Indem er sich nämlich darauf besinnen darf, was er hat, nicht auf das, was andere mehr haben. Ich sage jeden Morgen: Mein Gott, schon wieder ein Tag! Heute eine gelungene Zeile von Goethe lesen, ein paar Töne Brahms hören, Cello-Konzerte mit Casals. Davon noch einen Tag und noch einen Tag! Die Tage werden nicht reichen! Natürlich gibt es Stunden, da erreicht mich nichts. Aber auch dann weiß ich, dass ich über einen Resonanzraum in mir verfüge, den die Sorgen nicht zubetonieren können.

Buchkauf

Schorlemmer, Hans-Dieter Schütt, Friedrich Schorlemmer

Sprache
Erscheinungsdatum
2007
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback),
Buchzustand
Beschädigt
Preis
3,02 €inkl. MwSt.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 16,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

Keiner hat bisher bewertet.Abgeben

Titel
Schorlemmer
Sprache
Deutsch
Verlag
Dietz
Erscheinungsdatum
2007
Einband
Paperback
Seitenzahl
255
ISBN10
3320020978
ISBN13
9783320020972
Reihe
Beschreibung
FRIEDRICH SCHORLEMMER: Wer laufend nur gegen das Unglück kämpft, ohne selber glücklich zu sein, der kann andere nicht mobilisieren. Wer im Zorn auf die Zustände der Welt nicht auch eine bestimmte Gelassenheit lebt, der gefährdet seine Seele. Ich vermute, dass die großen Ideologen sehr unglückliche Menschen sind. HANS-DIETER SCHÜTT: Nun leben wir in einer Gesellschaft, in der Glück sehr massiv an Erfolg, an Sieg gebunden ist. FRIEDRICH SCHORLEMMER: Eben deshalb muss an der Gegenwelt gebaut werden. Es gibt einen Stolz des Scheiterns – gegenüber diesen fatalen Erfolgs-Maßstäben. Eine Gesellschaft ist dann human, wenn auch der Verlierer glücklich sein kann. Indem er sich nämlich darauf besinnen darf, was er hat, nicht auf das, was andere mehr haben. Ich sage jeden Morgen: Mein Gott, schon wieder ein Tag! Heute eine gelungene Zeile von Goethe lesen, ein paar Töne Brahms hören, Cello-Konzerte mit Casals. Davon noch einen Tag und noch einen Tag! Die Tage werden nicht reichen! Natürlich gibt es Stunden, da erreicht mich nichts. Aber auch dann weiß ich, dass ich über einen Resonanzraum in mir verfüge, den die Sorgen nicht zubetonieren können.