Bookbot

Das unzufriedene Volk 10657

Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute

Autor*innen

Mehr zum Buch

Das unzufriedene Volk Wie ein roter Faden ziehen sich mit Blick auf die Ostdeutschen (Selbst-)Deutungen und Zuschreibungen durch die Zeit von 1989 bis heute. Sie seien, so der Soziologe Detlef Pollack, nicht nur von zeithistorischem Interesse, sondern vielmehr mitursächlich für aktuelle Befindlichkeiten in Ostdeutschland. Im Vorfeld der friedlichen Revolution habe sich die von der Ausreisewelle ermutigte protestierende Bevölkerung selbst zum handlungsstarken politischen Akteur ermächtigt, der auf persönliche Freiheit und ökonomische Teilhabe setzte. Dabei sei die zunächst auf eine Reform des bestehenden Systems und die Transformation der DDR zielende Bürgerrechtsbewegung gewissermaßen überrannt worden. In der Folge sei in der ostdeutschen Gesellschaft die Kluft zwischen den von den Erfahrungen der Diktatur geprägten unterschiedlichen Erwartungen an die deutsche Einheit durch die Haltung westlicher Akteure - Unterstützung und Zuwendung, aber auch Unverständnis, Arroganz oder Instrumentalisierung - befeuert und vertieft worden. Bei etlichen Ostdeutschen lebten alte Enttäuschungen fort oder hätten sich zu Ressentiments verfestigt. Pollack wirbt streitbar für Eigenverantwortung und Selbstvergewisserung: Protest und Verweigerung seien in der Diktatur angemessene Reaktionen. In der Demokratie hingegen seien Partizipation, Aushandlung und Diskurs gefordert.

Buchkauf

Das unzufriedene Volk 10657, Detlef Pollack

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback),
Buchzustand
Gebraucht - Sehr gut
Preis
8,99 €inkl. MwSt.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 14,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

Keiner hat bisher bewertet.Abgeben

Titel
Das unzufriedene Volk 10657
Untertitel
Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Detlef Pollack
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Paperback
ISBN10
3742506579
ISBN13
9783742506573
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Das unzufriedene Volk Wie ein roter Faden ziehen sich mit Blick auf die Ostdeutschen (Selbst-)Deutungen und Zuschreibungen durch die Zeit von 1989 bis heute. Sie seien, so der Soziologe Detlef Pollack, nicht nur von zeithistorischem Interesse, sondern vielmehr mitursächlich für aktuelle Befindlichkeiten in Ostdeutschland. Im Vorfeld der friedlichen Revolution habe sich die von der Ausreisewelle ermutigte protestierende Bevölkerung selbst zum handlungsstarken politischen Akteur ermächtigt, der auf persönliche Freiheit und ökonomische Teilhabe setzte. Dabei sei die zunächst auf eine Reform des bestehenden Systems und die Transformation der DDR zielende Bürgerrechtsbewegung gewissermaßen überrannt worden. In der Folge sei in der ostdeutschen Gesellschaft die Kluft zwischen den von den Erfahrungen der Diktatur geprägten unterschiedlichen Erwartungen an die deutsche Einheit durch die Haltung westlicher Akteure - Unterstützung und Zuwendung, aber auch Unverständnis, Arroganz oder Instrumentalisierung - befeuert und vertieft worden. Bei etlichen Ostdeutschen lebten alte Enttäuschungen fort oder hätten sich zu Ressentiments verfestigt. Pollack wirbt streitbar für Eigenverantwortung und Selbstvergewisserung: Protest und Verweigerung seien in der Diktatur angemessene Reaktionen. In der Demokratie hingegen seien Partizipation, Aushandlung und Diskurs gefordert.