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Der Holocaust

Diese Reihe befasst sich mit einem der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte, der systematischen Verfolgung und Ermordung von Juden und anderen Minderheiten durch das NS-Regime während des Zweiten Weltkriegs. Sie verfolgt die Schicksale von Einzelpersonen und Gemeinschaften, ihr Leiden, aber auch ihre unglaubliche Willenskraft und ihren Überlebenswillen. Die Sammlung bietet tiefe Einblicke in die Ursachen, den Verlauf und die Folgen dieser Tragödie. Sie ist ein wichtiges Zeugnis und eine Mahnung für zukünftige Generationen.

Roman eines Schicksallosen
Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen
Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
Schritt für Schritt
Liquidation
Fiasko
  • Ein Mann um die Fünfzig muß mit dem Fiasko fertigwerden, daß sein Erstlingswerk, der «Roman eines Schicksallosen», vom Verlag abgelehnt wurde. In seinem winzigen Arbeitszimmer eingesperrt, unternimmt er den träumerischen Versuch, einer Begegnung mit seiner Existenz auszuweichen: er erfindet sich einen Helden, dem er die Bürde seiner eigenen Erfahrungen auflädt, und verdammt ihn zur Wiederholung. Dieser «Fiasko» betitelte Roman im Roman spielt Anfang der fünfziger Jahre. Ein Schriftsteller namens Steinig kommt auf einer Flugreise von weither an einen gespenstisch fremden und gleichzeitig merkwürdig vertrauten Ort. Er gerät in ein undurchschaubares System, dessen Straf- und Verfolgungsmethoden sich jeder, auch Steinig, unterzieht, ohne zu begreifen, wie ihm geschieht. Als sich aber die Möglichkeit zur Flucht bietet, bleibt er: aus Einsicht, dass er nur dort, in der einzigen Sprache, die ihm geblieben ist, schreiben kann, was er schreiben muss.

    Fiasko
    3,5
  • Dieser Roman ist, so die NZZ, das "wohl abgründigste aller großen Werke der Holocaust-Literatur".§Die Arbeit an dem Text zum Drehbuch gab Kertesz nun die Freiheit, sein Material auszudehnen und mit autobiographischen Einzelheiten anzureichern. So erleben wir am Ende der Filmfassung das zerstörte Deutschland zur Stunde Null, geraten zwischen die auf den Straßen herumziehenden "displaced persons" und in die Ruinen Dresdens, bevor der befreite Held der Geschichte endlich nach Budapest zurückkehrt. §Kertesz hat in Schritt für Schritt aus der eigenen literarischen Vorlage ein neues Kunstwerk gemacht.

    Schritt für Schritt
    3,4
  • Mit einem brüsken «Nein» antwortet B. auf die harmlose Frage eines Bekannten, ob er Kinder habe. Und so unerbittlich weigerte er sich in seiner Ehe, Kinder zu zeugen. In einem großen Monolog begründet der Erzähler seine scheinbar schockierende Absage. Eine «Todesfuge in Prosa, die in ihrer ergreifenden Schönheit noch einmal das gesitige Erbe des Abendlandes aufleuchten läßt, bevor es im Grauen von Auschwitz untergeht.» (Neue Zürcher Zeitung)

    Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
    3,9
  • Die LiteraNova-Hefte bieten praxisnahe Unterrichtsmodelle, die in der Regel sechs bis acht thematische Sequenzen enthalten. Diese Sequenzen sind als flexible Bausteine konzipiert und folgen dem Doppelseitenprinzip: Auf der linken Seite finden sich Arbeitsblätter mit Text- und Bildmaterialien, Grafiken sowie Aufgaben für einen methodisch variablen Unterricht. Die rechte Seite bietet Lehrerkommentare mit didaktisch-methodischen Hinweisen und Lösungshilfen in Form von Skizzen, Tafelbildern oder tabellarischen Übersichten. Im Anhang sind Materialien zur Ergänzung und Vertiefung sowie Projektvorschläge enthalten. Die Reihe stellt wichtige Werke der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur vor und greift Lektüre- und Aufgabenvorschläge der Lehrpläne auf. Sie zeigt exemplarisch, wie zeitgenössische Literatur ab Klasse 10 im Unterricht vermittelt werden kann. Die abwechslungsreich gestalteten Modelle fördern eine aktive Auseinandersetzung mit der Literatur und unterstützen Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung ihres Unterrichts.

    Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen
    4,6
  • Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.

    Roman eines Schicksallosen
    4,1
  • Für den Verleger Keserü wird das Theaterstück eines Freundes, der sich 1990 das Leben nahm, 10 Jahre nach diesem Freitod zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. Es ist Spiegel von Orientierungslosigkeit und Identitätsverlust im ehemaligen Ostblock nach dem Zerfall des starren, aber doch Halt gebenden Systems.

    Liquidation
    3,8