Aus der Sicht eines Kindes erzählt Laurie Lee von seinem weltabgeschiedenen, englischen Dorf, wo er inmitten einer Natur aufwächst, die alles aufbietet, was eine kindliche Fantasie befeuern kann: das blendende Licht des Tages, das die Kinder dazu verführt, sich streunend zu verlieren, die geräuschdurchwirkte Dunkelheit der Nacht, in die man sich besser nicht hinauswagt. Hier hat sich seine energische Mutter mit ihren sieben Kindern niedergelassen. Ihr Mann hat sich nach London abgesetzt und überlässt es dieser ebenso schillernden wie einfachen Frau, die Kinder großzuziehen. Cider mit Rosie ist eine der schönsten Kindheitserinnerungen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. In viele Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt, ist Laurie Lees weltberühmter Roman in einer neuen Übersetzung zu entdecken.
Die autobiographische Trilogie Reihe
Diese Trilogie bietet eine intime und poetische Reise durch Kindheit und Jugend vor dem Hintergrund der englischen Landschaft. Sie fängt die ungezügelte Freude an der Natur, die prägenden Erlebnisse des Erwachsenwerdens und komplexe Familiendynamiken durch die Augen eines Jungen ein. Die Erzählung ist reich an sensorischen Details, Nostalgie und der zeitlosen Schönheit des Alltags. Es ist eine eindringliche Feier der Erinnerung und Widerstandsfähigkeit, die tief bei den Lesern Anklang findet.



Empfohlene Lesereihenfolge
An einem hellen Morgen ging ich fort
- 280 Seiten
- 10 Lesestunden
Ein kleines Zelt, eine in eine Wolldecke eingewickelte Geige, Wäsche zum Wechseln und eine Dose Kekse: Das ist die ganze Ausrüstung Laurie Lees, als er an einem strahlenden Junimorgen sein Heimatdorf in Gloucestershire verlässt und sich auf den Weg nach London macht. „Neunzehn Jahre war ich alt, noch nicht trocken hinter den Ohren, aber ich verließ mich auf mein Glück.“ Mithilfe seines Geigenspiels schlägt er sich als liebenswürdiger, alle Eindrücke intensiv erlebender Vagabund zunächst bis London durch. Da Laurie weder ein anderes Land noch eine andere Sprache kennt, wählt er Spanien als nächstes Reiseziel, er betritt es in Vigo und durchwandert es bis nach Gibraltar, macht Bekanntschaften mit Bauern und Bettlern, den Armen und Ärmsten, musiziert für Brot und Wein und schläft in Olivenhainen und einfachsten Bauernhöfen. Es ist das Jahr 1935, und der kommende Bürgerkrieg wirft seine Schatten voraus.
Ein Moment des Krieges
- 191 Seiten
- 7 Lesestunden
Der 1914 geborene britische Journalist und Schriftsteller Laurie Lee wurde in den 50er und 60er Jahren durch seine autobiographischen Romane bekannt: "Eine Rose für den Winter" (BA 102, 130), "Des Sommers ganze Fülle" (BA 200, 35) und "An hellen Tagen" (BA 273, 65). In diesem, im englischen Original 1991 erschienenen Band erinnert er sich an die Monate des harten spanischen Winters 1937/38, die er als Freiwilliger bei den Internationalen Brigaden des Spanischen Bürgerkriegs verbrachte. So lebendig und farbig, als wären die Ereignisse höchstens vor 60 Stunden und nicht vor 60 Jahren passiert, schildert er den Irrsinn des Krieges, fängt die Atmosphäre ein und berichtet vom Kriegsverlauf, so weit er ihn erlebte. Ein bewegendes Buch voll Poesie, ein menschliches Zeugnis. Entsprechende Empfehlung. (2)