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Heinz Schütte

    15. Oktober 1923 – 12. Juli 2007
    Was ist evangelisch?
    Martin Luther und die Einheit der Christen
    Die Kirchen in Geschichte und Gegenwart
    Um die Entscheidung im Glauben
    Zwischen den Fronten
    Dialog, Kritik, Mission
    • Dialog, Kritik, Mission

      Franz Magnis-Suseno, ein indonesischer Jesuit aus Deutschland

      • 450 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Franz Magnis-Suseno SJ, 1936 in Schlesien als Franz Graf von Magnis geboren und seit 1961 in Indonesien lebend, gehört zu den einflussreichsten öffentlichen Intellektuellen des Landes. Er ist katholischer Priester, Philosoph, Hochschullehrer, Autor wissenschaftlicher Schriften und Essays sowie von einem breiten Publikum aufmerksam verfolgter Beiträge in Presse und Fernsehen. Magnis-Suseno ist ein führender Vertreter des Dialogs der Religionen, insbesondere zwischen Muslimen und Christen, Vorkämpfer für Demokratie und Menschen- rechte sowie Verfechter für den Ausgleich zwischen politisch-sozialen Interessen Indonesiens. Mit dem Ziel, ein Leben im historischen Kontext und aus seinen geistigen Wurzeln zu verstehen, versucht Heinz Schütte die Annäherung an einen Grenzgänger, der sich, getragen von tiefer Gläubigkeit und seiner philosophischen Ethik, stets eingemischt hat: in der Zeit des Kalten Krieges während der Präsidentschaft des neutralistisch-linken Staatsgründers Sukarno, der Massenmorde in den Jahren 1965/66, aus denen das Militärregime Suhartos seinen Gründungsmythos schmiedete, bis in die gesellschaftlich-kulturellen Debatten der Gegenwart um mehr Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Bekämpfung von Korruption und religiös motivierter Gewalt.

      Dialog, Kritik, Mission
      4,5
    • Zwischen den Fronten

      • 371 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Im Fokus dieser Studie stehen Erwin Borchers, Rudy Schröder und Ernst Frey, drei junge Intellektuelle, die vor dem Nationalsozialismus nach Paris flohen. Nach ihrer Internierung zu Kriegsbeginn im Herbst 1939 traten sie in die französische Fremdenlegion ein und wurden nach Nordafrika und schließlich nach Indochina geschickt. Dort trafen sie in einer Legionsgarnison in Nordvietnam aufeinander, entdeckten die Realität des Kolonialismus und gründeten eine kommunistische Zelle. Nach ersten geheimen Treffen mit Vertretern der KP Indochinas propagierten sie aus der Fremdenlegion heraus für die antikoloniale Bewegung des Viet Minh. Mit der Unabhängigkeitserklärung durch Ho Chi Minh desertierten sie und schlossen sich dem Viet Minh an, wo sie hohe Posten einnahmen. Als der Viet Minh sich von einer breiten antikolonialen Bewegung zu einer kommunistischen Ordnung wandelte, erlebten sie die Anfänge eines bürokratisch-totalitären Regimes. Ihre Rückkehr ins Europa des Kalten Krieges führte dazu, dass sie in der DDR als antifaschistische Kämpfer gefeiert, aber gleichzeitig von der Stasi bedrängt wurden. Bald gerieten sie mit der SED in Konflikt. Ihre Hoffnung auf einen Dritten Weg nach der Flucht in die BRD scheiterte, und sie blieben zeitlebens zwischen den Fronten.

      Zwischen den Fronten
      3,0