Patrick Modiano Bücher
Patrick Modiano ist ein französischer Autor, dessen Werke sich oft mit Themen wie Identität, Erinnerung und flüchtigen Vergangenheiten auseinandersetzen. Sein Schreiben erforscht die Mehrdeutigkeit von Erinnerungen und die Suche nach Wahrheit inmitten verschatteter historischer Ereignisse, oft angesiedelt vor dem Hintergrund des besetzten Paris. Modiano beschwört meisterhaft eine Atmosphäre des Geheimnisvollen und Melancholischen herauf und verwendet einen unverwechselbaren Stil, der sich durch subtile Prosa und ungelöste, doch fesselnde Rätsel auszeichnet. Leser werden von seinen Erzählungen durch seine Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz und der ständigen Suche nach Zugehörigkeit angezogen.







Catherine, die kleine Tänzerin
- 58 Seiten
- 3 Lesestunden
Catherine, die kleine Tänzerin ist die Geschichte eines kleinen Mädchens und ihres Papas, die in Paris leben, während die Mama, eine Primaballerina, weit weg ist. Das Leben in Paris ist nicht immer leicht: Catherine muss sich den harten Regeln der Schule und der Ballettlehrerin beugen und ihr Vater den rauhen Gesetzen der Geschäftswelt. Darum tauschen beide öfter ihre Brillen aus und entdecken die Welt ganz neu "
Die Tänzerin
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Eine schwebend schöne Liebesgeschichte von Patrick Modiano. »Der zarteste, grazilste und lichteste seiner Romane.« Le Nouvel Obs Eine zufällige Begegnung auf der Straße und sie ist wieder da: die längst vergangene Zeit, als er, jung und voller Schriftstellerambitionen, in Paris eine Balletttänzerin kannte und vielleicht auch liebte. Da waren ihr scheuer Sohn Pierre, um den er sich kümmerte, die charismatische Pola Hubersen und Serge Verzini, in dessen „Zauberkasten“ sie sich trafen und unter die Pariser Nachtgestalten mischten. Doch wer war die Tänzerin wirklich und welch schweigsame Verbundenheit teilte er mit ihr? Modiano erzählt schwebend schön von zwei Menschen, die ihre Herkunft hinter sich lassen und ein neues, freies Leben beginnen können.
Pariser Tagebuch 1942-1944
- 336 Seiten
- 12 Lesestunden
Hélène Berrs ›Pariser Tagebuch‹ gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich: Noch im April 1942 beschreibt die junge Literaturstudentin Hélène Berr Paris als Stadt der Lebensfreude, schildert ihre erste Liebe und Unternehmungen mit Freunden. Doch schon im Juni muss sie den Judenstern tragen und berichtet von Gewalt gegen jüdische Verwandte und Bekannte. Sie lässt sich keine Angst machen und tritt einer Organisation bei, die den internierten Juden und ihren Angehörigen in dieser schweren, unsicheren Zeit beisteht. Hélène schwebt in höchster Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Im Februar 1944 endet ihr Tagebuch; kurz darauf wird sie verhaftet und stirbt schließlich 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ein bewegendes Dokument zur Geschichte des Holocaust, vergleichbar mit den Tagebüchern von Anne Frank. Mit einem Vorwort des Literatur-Nobelpreisträgers Patrick Modiano. »Eine Stimme und eine Gegenwart, die uns das ganze Leben begleiten werden.« Patrick Modiano
Pariser Trilogie
- 359 Seiten
- 13 Lesestunden
Drei Bücher hat Patrick Modiano unter dem Titel Pariser Trilogie zusammengefaßt: Abendgesellschaft, Außenbezirke und Familienstammbaum. Wie wird man zum Verräter, wie läßt es sich verhindern? Diese Fragen stellt sich ein junger Franzose, der sich, für die Gestapo arbeitend, einer Résistance-Gruppe anschließt. In einer ebenso sanften wie unnachgiebigen Erzählung nähert sich Modiano einer Vergangenheit an, die er selbst nicht erlebt hat. Mit seiner unverwechselbaren Musikalität erweckt er Worte zum Leben und überführt sie in eine fantastisch anmutende Abendgesellschaft. In den Außenbezirken, außerhalb von Paris, sucht Serge Alexandre seinen Vater. Wieder befinden wir uns in der Zeit der Besatzung. Wer ist dieser Vater? Was macht er, als Jude unter all den zwielichtigen Gestalten? Warum erkennt er seinen Sohn nicht mehr? Bis zuletzt folgt der Erzähler den Spuren seines geisterhaften Vaters. »Ich war siebzehn, und es blieb mir nichts anderes übrig, als ein französischer Schriftsteller zu werden«, schreibt Modiano im Familienstammbuch und legt uns in 14 Erzählungen seine Jugenderinnerungen vor. Autobiographisches, aber auch Imaginiertes.
Dora Bruder
- 166 Seiten
- 6 Lesestunden
Monsieur und Madame Bruder fahnden 1941 nach ihrer Tochter Dora in einer Pariser Zeitung. Über 50 Jahre später rekonstruiert Patrick Modiano das tragische Leben eines jüdischen Mädchens und setzt ein Denkmal gegen das Vergessen. „Das schönste Stück Literatur, das Frankreich im Augenblick zu bieten hat.“ Frankfurter Rundschau
Der erfolgreiche Dokumentarfilmer Jean reist nach Paris. Freunde und Familie läßt er in dem Glauben, er sei nach Brasilien aufgebrochen. Doch in Wahrheit beginnt er eine Recherche. In Wohnungen, Cafés und Straßen sucht er nach Indizien und Relikten einer Frau, die ihn nie losgelassen hat. Jahre zuvor war er ihr sowie ihrem Ehemann Rigaud zum ersten Mal an der Côte d’Azur begegnet. Später trafen sie sich in Paris wieder, und wieder ein paar Jahre später erfuhr Jean in einem Mailänder Hotel von ihrem Selbstmord. In Paris nun bezieht er eine Wohnung, von der er glaubt, Ingrid habe sie mit Rigaud bewohnt. Er beginnt, anhand von winzigen Details Ingrids Geschichte niederzuschreiben, in all ihren »disparaten Einzelheiten, die von einem unsichtbaren Faden zusammengehalten werden, einem Faden, der zu reißen droht und den man den Lauf eines Lebens nennt«.
»Der Höhepunkt von Modianos Kunst.« Les Echos Jean Eyben ist knapp 20, als er in einer Pariser Detektei anheuert und auf die verschwundene Noëlle Lefebvre angesetzt wird. Alle Hinweise führen ins Leere, doch das Rätsel lässt Jean auch Jahre später nicht los. Da sind die Namen von Noëlles Kontakten, das schmale, damals heimlich entwendete Dossier und ihr sporadisch geführter Kalender mit dem geheimnisvollen Satz: »Wenn ich gewusst hätte …« Als Jean einen Jugendfreund trifft, erscheint ihm ein Detail plötzlich von Bedeutung: Noëlle Lefebvre stammt aus »einem Dorf in der Umgebung von Annecy«. So wie er selbst. Ein verblüffender, tief berührender Roman über die Hoheit der Erinnerung und die Deutung der eigenen Geschichte.
Ein Mann sieht in der Metro eine Frau, die vor dreißig Jahren seine Jugendliebe war. Damals lebte Jacqueline mit einem anderen im Quartier Latin, schnüffelte Äther und träumte von Mallorca. Heute folgt ihr der Erzähler bis zu einer Party, auf der sie sich zunächst nicht zu erkennen gibt. Eine nostalgische Liebesgeschichte aus dem Paris und London der sechziger Jahre.
Ruinenblüten
Roman
Eine Nacht im April 1933. Aus unerklärter Ursache begehen zwei junge Eheleute in ihrer Pariser Wohnung Selbstmord. Zuvor waren sie tanzen gegangen, hatten zwei Frauen und zwei Männer kennengelernt und waren in einem Haus mit rotem Aufzug gestrandet. Drei Jahrzehnte später sitzt an einem schwülheißen Augusttag ein Mann in einem Pariser Café und denkt über diese Geschichte nach, an der – so scheint es – auch Weggefährten seines eigenen Lebens beteiligt waren. Er begibt sich auf die Spur jener Menschen, stößt auf unvermutete Zusammenhänge und vertauschte Realitäten. Auf seinen Streifzügen durch Paris nimmt der Erzähler Silhouetten wahr, Begegnungen, Namen. Er ist auf der Suche nach Beweisen und Indizien, mit denen er sich selbst von der Existenz dieser vergangenen Bekanntschaften und Schauplätze zu überzeugen sucht.



