Bookbot

Pariser Tagebuch 1942-1944

Buchbewertung

Mehr zum Buch

Von April 1942 bis März 1944 führte Hélène Berr, eine frischgebackene Absolventin der Sorbonne, ein Tagebuch, das sowohl ein zutiefst bewegendes, intimes, erschütterndes Dokument als auch ein Text von erstaunlicher literarischer Reife ist. Mit ihren Kollegen spielt sie Geige und sucht Zuflucht in dem, was sie die „egoistische Magie“ der englischen Literatur und Poesie nennt. Doch dies ist Paris unter der Besatzung und ihre Familie ist jüdisch. Schließlich kommt die Zeit, in der alle Juden einen gelben Stern tragen müssen. Sie versucht, ruhig und rational zu bleiben und sich an die Routine zu halten: studieren, lesen, die Schönheit von Paris genießen. Doch immer gibt es die Angst vor der Zukunft, und schließlich werden Hélène und ihre Familie im März 1944 verhaftet, ins Durchgangslager Drancy gebracht und bald nach Auschwitz geschickt. Sie ging - wie später entdeckt wird - auf dem Todesmarsch nach Bergen-Belsen und starb dort 1945, nur Wochen vor der Befreiung des Lagers. Die letzten Worte in dem Tagebuch, das sie in Paris hinterlassen hatte, waren „Horror, Horror, Horror…“, ein abscheuliches und eindringliches Echo ihrer englischen Studien aus Heart of Darkness. Hélène Berrs Geschichte ist fast zu schmerzhaft zu lesen, da sie das Grauen vorwegnimmt, während sie gleichzeitig einen beneidenswerten Appetit auf das Leben, die Schönheit, die Literatur und all das, was bleibt, zeigt.

Buchkauf

Pariser Tagebuch 1942-1944, Hélène Berr, Patrick Modiano

Sprache
Erscheinungsdatum
2016
Einband
(Paperback)
Wir benachrichtigen dich per E-Mail.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 14,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

4,2
Sehr gut
58 Bewertung

Hier könnte deine Bewertung stehen.

Titel
Pariser Tagebuch 1942-1944
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016
Einband
Paperback
Seitenzahl
336
ISBN10
3596035953
ISBN13
9783596035953
Reihe
Bewertung
4,2 von 5 Sternen
Beschreibung
Von April 1942 bis März 1944 führte Hélène Berr, eine frischgebackene Absolventin der Sorbonne, ein Tagebuch, das sowohl ein zutiefst bewegendes, intimes, erschütterndes Dokument als auch ein Text von erstaunlicher literarischer Reife ist. Mit ihren Kollegen spielt sie Geige und sucht Zuflucht in dem, was sie die „egoistische Magie“ der englischen Literatur und Poesie nennt. Doch dies ist Paris unter der Besatzung und ihre Familie ist jüdisch. Schließlich kommt die Zeit, in der alle Juden einen gelben Stern tragen müssen. Sie versucht, ruhig und rational zu bleiben und sich an die Routine zu halten: studieren, lesen, die Schönheit von Paris genießen. Doch immer gibt es die Angst vor der Zukunft, und schließlich werden Hélène und ihre Familie im März 1944 verhaftet, ins Durchgangslager Drancy gebracht und bald nach Auschwitz geschickt. Sie ging - wie später entdeckt wird - auf dem Todesmarsch nach Bergen-Belsen und starb dort 1945, nur Wochen vor der Befreiung des Lagers. Die letzten Worte in dem Tagebuch, das sie in Paris hinterlassen hatte, waren „Horror, Horror, Horror…“, ein abscheuliches und eindringliches Echo ihrer englischen Studien aus Heart of Darkness. Hélène Berrs Geschichte ist fast zu schmerzhaft zu lesen, da sie das Grauen vorwegnimmt, während sie gleichzeitig einen beneidenswerten Appetit auf das Leben, die Schönheit, die Literatur und all das, was bleibt, zeigt.