Brasilien, Ende des 19. Jahrhunderts. Die Monarchie ist abgeschafft, die junge Republik versucht, sich zu konsolidieren. Ein Wanderprediger, Ratgeber genannt, zieht durch die von Hungersnöten, Seuchen und chronischer Armut geplagten Gegenden und verkündet das Ende der Welt. Eine Schar von Ausgestoßenen, der Ärmsten im Lande, sammelt sich um ihn, fest entschlossen, den wahren Glauben gegen den Antichrist zu verteidigen, der die Menschheit verderben will. Dieser Antichrist ist - die Republik. Sie gründen in Canudos die »Gesellschaft der Ärmsten«, ein »neues Jerusalem«. Mit Brüderlichkeit und Solidarität wollen sie Widerstand leisten. Die Aufständischen haben jedoch alle gegen sich: die um ihre Autorität besorgte Kirche, einen patriarchalischen Feudalherrn, zwei um die eigene Macht kämpfende Republikaner, den Revolutionär Galileo Gall. Sie alle reagieren mit Angst auf die Gründung des »neuen Jerusalems«. Die gesamten brasilianischen Streitkräfte werden schließlich aufgeboten, um die Anhänger des Ratgebers zu vernichten.
Mariolein Sabarte Belacortu Bücher






1945: Ein Skandal in Liebesdingen hat den Physiker Francis P. Bacon seine Universitätskarriere gekostet. Nun macht er sich im Auftrag der US-Army auf die Suche nach jenem Wissenschaftler, der unter dem Decknamen Klingsor für das Atomprogramm der Nazis verantwortlich war. Zusammen mit dem Mathematiker Gustav Links verfolgt er Spuren, befragt Max Planck, Werner Heisenberg und Niels Bohr - und stößt auf ein Netz von Intrigen, Missgunst und Verrat. Ist Heisenberg Klingsor? Oder ist der Verräter an Bacons Seite? Jeder könnte Klingsor sein.
Chronik eines angekündigten Todes
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Ein Dorf an der kolumbianischen Karibikküste feiert ein rauschendes Hochzeitsfest, doch noch in der Hochzeitsnacht wird die Braut ins Elternhaus zurückgeschickt; sie war nicht mehr unberührt. Der mutmaßliche “Täter” muß sterben.
In seinem riesigen, verfallenen Palast wird die Leiche des großen Diktators entdeckt. In Gemächern, wo sich Reichtum und Macht und ein ganzer Hofstaat von Ministern, Leibwächtern, Dienern und Frauen entfalten, entdecken Revolutionäre den verwesenden Körper. Die Gewaltherrschaft, dieser Fluch der lateinamerikanischen Staaten, hängt wie ein Spinnennetz aus Mythos und Realität über diesem Roman, dessen Sprachgewalt und verhaltener Zorn das jahrhundertealte Übel zu Fall bringen sollen. Die Mythisierung des Stoffes geschieht in kritischer Absicht: in der Karikatur, im schwarzen Humor spiegelt sich das Entsetzen. Der »unwirklichen« lateinamerikanischen Wirklichkeit, der Sprache der Propaganda und offiziellen Geschichtsschreibung, in der Tatsachen entstellt, Scheinerfolge aufgebläht, Schwächen vertuscht, Mißerfolg und ungeheuerliche Untaten verschwiegen oder geleugnet werden, ist nur noch mit dem Stilmittel der Übertreibung beizukommen. Der Diktator ist eine Bestie, ein Monstrum, das in seinem »Alptraumreich« über fünf Generationen lang ununterbrochen geherrscht hat. García Márquez zeigt Allmacht und Schwäche einer Staatsmacht, die den Mangel an Legitimität mit Gewalt und mit Launen von unausdenkbarer Grausamkeit kompensiert.
51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf Fermina Daza. Schon als Achtzehnjähriger hat er sich unsterblich in sie verliebt, in ihren stolzen Gang und den schweren Zopf auf ihrem Rücken. In poetischen Briefen hat er um sie geworben, für kurze Zeit ihre Aufmerksamkeit gewonnen, und sie dann doch an Doktor Juvenal Urbino verloren. Aber nie hat er aufgehört, sie zu lieben.
Jahr für Jahr hält die herrschaftliche Familie Avendaño eine seltsame Bußzeremonie ab, mit der der Erschießung des jüngsten Sohns zu Beginn des Bürgerkriegs gedacht wird. Nun, zwanzig Jahre später, soll diese Zeremonie nach dem Willen der Witwe zum letzten Mal stattfinden. Unverhohlen brechen die politischen – und erotischen – Spannungen innerhalb der Familie auf, wird der Leser hineingezogen in eine tragische Familiengeschichte, die für die Zerrissenheit eines ganzen Landes steht.
Remo Erdosain schlafwandelt durch die Tage. Der gescheiterte Erfinder steht, wie so vieles in diesem Roman von 1929, am Rande des Abgrunds: Er hat Geld unterschlagen, das Gefängnis wartet, in Wahnvorstellungen sieht er eine Giftwolke über der Stadt. Erdosain treibt durch Massen und Gassen von Buenos Aires, durch Bordelle und Kaffeehäuser, trifft auf Schäbige und Verrückte – bis er einer Gruppe sendungsbewusster Verschwörer in die Hände fällt: ein melancholischer Zuhälter, ein apokalyptischer Apotheker, eine Prostituierte, ein Goldgräber. Unter der Leitung des »Astrologen« planen die Irren nicht weniger als die Revolution. Doch für den großen Umsturz braucht es zuerst einen kleinen Mord. »Die sieben Irren« ist ein moderner Klassiker der lateinamerikanischen Literatur, der in eine Reihe mit den monumentalen Großstadtromanen von Dos Passos und Döblin gehört. In Arlts armen Teufeln, revolutionären Träumern und größenwahnsinnigen Sozialingenieuren treten die politischen Verwerfungen der zwanziger und dreißiger Jahre prägnant hervor – auch die jenseits von Argentinien: Die Farce kommt vor der Tragödie.
Clean
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
THE INTERNATIONAL BESTSELLER'A masterclass in suspense' PAULA HAWKINS'A spellbinding nightmare' FERNANDA MELCHOR'A book of intense power' PHILIPPE SANDS
Vor den Stadttoren von Buenos Aires lebt hinter hohen Sicherheitszäunen eine wohlhabende Gemeinschaft. Unter der Oberfläche jedoch schwelen Konflikte, die auch vor den Siedlungszäunen nicht haltmachen: Untreue, Alkoholsucht und Ehezwist. Zudem bekommt selbst die privilegierte Gated Community die Wirtschaftskrise mit aller Wucht zu spüren. Anstatt die Ärmel hochzukrempeln, gehen drei Familienväter einen eigenwilligen Weg, um ihren Lieben den hohen Lebensstandard zu sichern. Dann werden ihre Leichen am Grund des Swimmingpools gefunden. Die Donnerstagswitwen ist das Porträt einer Gemeinschaft, die über ihre Verhältnisse lebt und tödliche Geheimnisse zu verbergen hat. Der preisgekrönte Bestseller ist bereits in vierzehn Sprachen erschienen und wurde von Marcelo Piñeyro fürs Kino verfilmt.
Een week in oktober
- 191 Seiten
- 7 Lesestunden
Clara, de mooie vrouw van een Chileense architect, heeft onbehandelbare kanker. Ze begint een soort journaal te schrijven over haar leven, een roman die dicht bij de waarheid ligt. Haar man ontdekt haar werk en begint te lezen: is hij werkelijk zo saai? Hoe weet ze van zijn buitenechtelijke relatie? En heeft Clara echt een relatie gehad met een collega van hem? <i>Een week in oktober</i> is een schitterende roman over het huwelijk, over wat echtgenoten van elkaar weten en wat beter geheim kan blijven, over passie die verloren gaat, leugens en liefde. Herkenbaar, aangrijpend en mooi.
Het perfecte evenwicht tussen bonte verhalen en maatschappijkritiek, unieke vertelkunst en oorspronkelijke verteltechniek in een panoramische roman die onder meer de mooiste bordeelroman aller tijden is. Het groene huis (1966) wordt algemeen beschouwd als het gaafste werk van de Peruaan Mario Vargas Llosa. In het kustplaatsje Piura opent don Anselmo een bordeel, dat niet meer dan een loods is op het hete zand. Vaste bezoekers zijn vier mannetjesputters afkomstig uit de sloppenwijken van de stad. Een van hen wordt verliefd op een meisje dat in de Amazone-oerwouden door een sergeant 'gerekruteerd' is om bij de nonnen op de missie tewerkgesteld te worden. Daarnaast wordt nog verteld hoe de Indiaan Jum een soort collectief probeert op te richten om de uitbuitende rubberpotentaten te slim af te zijn. Een vijfde 'streng' van het complexe verhaal vertelt de geschiedenis van een oude Japanse smokkelaar die een groot deel van zijn leven als bendeleider brandstichtend en moordend de Indio's hun rubber afhandig heeft gemaakt maar nu op weg is-pessimistischer kan het nauwelijks-naar een leprastation. Meeslepend vertellend slaagt Mario Vargas Llosa erin een wrede en onrechtvaardige samenleving in een soort van 'totale roman' tot in alle gradaties te ontleden.



