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Antonin Artaud

    4. September 1896 – 4. März 1948

    Antonin Artaud war ein französischer Dramatiker, Dichter und Theaterregisseur, dessen Einfluss auf die moderne Theater-Theorie tiefgreifend ist. Ursprünglich mit surrealistischen Schriftstellern und Künstlern verbunden, löste er sich später, um seine radikalen Theatervisionen unabhängig zu verfolgen. Artaud kritisierte das konventionelle westliche Theater seiner Zeit und empfand es als übermäßig auf geordnete Handlungen und geskriptete Sprache fixiert. Er setzte sich für ein Theater als rohes, eindringliches Erlebnis ein, das das Publikum überwältigen und physisch beeinflussen sollte. Artaud experimentierte mit verstörenden Formen der Beleuchtung und des Klangs, um ein Gefühl eines 'Wirbels' zu erzeugen, der die Zuschauer verschlingen und entmachten sollte.

    Antonin Artaud
    Die Kunst und der Tod
    Das Theater und sein Double
    Heliogabal
    Schluss mit dem Gottesgericht
    Frühe Schriften
    Das Theater und die Pest
    • Das Theater und die Pest

      Mit Beiträgen von Antonin Artaud, André Breton, Jerzy Grotowski, Heiner Müller und Anaïs Nin

      4,0(1)Abgeben

      Das Theater wird mit der Pest verglichen, da beide eine Krise darstellen, die entweder im Tod oder in einer tiefgreifenden Heilung endet. Die Pest ist ein extremes Leiden, das zu einer völligen Krise führt, während das Theater als Leiden angesehen wird, das ein hohes Gleichgewicht darstellt, das nur durch Zerstörung erreicht werden kann. Es fordert den Geist heraus und steigert dessen Energien. Aus menschlicher Sicht hat das Theater, ähnlich wie die Pest, eine wohltuende Wirkung, da es die Menschen zwingt, sich selbst zu erkennen, ihre Masken abzulegen und Lügen, Schwächen, Heuchelei und Niedrigkeit aufzudecken. Es befreit von der lähmenden Trägheit und zeigt die verborgene Stärke der Gemeinschaft, die sie dazu anregt, eine heroische Haltung gegenüber ihrem Schicksal einzunehmen. Die zentrale Frage bleibt, ob es in dieser selbstzerstörerischen Welt eine Gruppe von Menschen geben wird, die in der Lage ist, diese höhere Vorstellung vom Theater zu verwirklichen, die uns die magische Entsprechung der Dogmen zurückbringt, an die wir nicht mehr glauben. Die Auswahl umfasst vier Texte von Antonin Artaud aus "Das Theater und sein Double" sowie Beiträge von André Breton, Jerzy Grotowski, Heiner Müller und Anaïs Nin über Artaud.

      Das Theater und die Pest
    • Frühe Schriften

      Korrespondenz mit Jaques Rivière. Der Nabel des Niemanslands. Die Nervenwaage. Fragment eines Höllentagebuchs. Die Kunst und der Tod

      4,0(6)Abgeben

      „Ich möchte ein Buch schreiben, das die Menschen verwirrt, das wie eine offene Tür ist und das sie dahin führt, wo hinzugehen sie niemals eingewilligt hätten, eine Tür, die einfach mit der Wirklichkeit verbunden ist.“

      Frühe Schriften
    • Das Buch mit den Texten zum skandalösen Radiohörspiel von 1947 ist eine wahre Fundgrube poetischer Dramatisierung. Was Artaud hier vom Stapel lässt, gehört trotz allem Irrwitz zum Klarsten, was er nach seiner Entlassung aus der Irrenanstalt in Rodez unter die Leute gebracht hat. Die Luzidität seines Wahnsinns ist dermaßen umwerfend, dass es einleuchtet, warum das Stück zu Artauds Lebzeiten nicht gesendet wurde.

      Schluss mit dem Gottesgericht
    • »Im überaus reichen Repertoire schauerlicher, lasterhafter und prunkvoller Wechselfälle aus der dekadenten römischen Spätzeit ist das Leben des Heliogabal ein Grenzfall: Gottkaiser mit vierzehn Jahren, umgebracht und in eine Kloake geworfen mit achtzehn, Priester und Wüstling, bewusster Verwalter von Zerfall und Anarchie inmitten der grandiosesten politischen Ordnung, die die klassische Welt hervorgebracht hat, und alles, was wir von seinem Leben wissen, steht bereits per se im Zeichen der Zuspitzung aller Kontraste, es ist eine Biografie, die nur aus Exzessen besteht.« Roberto Calasso In dieser Romanbiografie gibt Antonin Artaud zu Beginn der Dreißigerjahre alles an Wut und Verzweiflung hinein, die er selbst gegen die Welt seiner Zeit hegt, in einer wuchtigen Sprache voller Gewalt und Übertreibung revoltiert er damit gegen die Gesellschaft, indem er sich in Heliogabal spiegelt.

      Heliogabal
    • Der wohl einflussreichste Theaterrevolutionär des 20. Jahrhunderts skizziert in diesem Buch seine Vision vom Theater. Dieser Klassiker zählt zu den wichtigsten Werken der Theaterliteratur. Radikal und ohne jegliche Beschränkung denkt Artaud darin neu über das Theater, die Kunst und das Leben nach.

      Das Theater und sein Double
    • Antonin Artaud nähert sich Vincent van Gogh, dem Künstler und dem Menschen, in dieser legendären Schrift mit dem Mittel der Einfühlung, entdeckt in ihm sein Alter ego und gibt ihm die Würde zurück, die ihm eine verständnislose Gesellschaft raubte. »Denn ein Geisteskranker ist ein Mensch, den die Gesellschaft nicht hören wollte und den sie daran hindern wollte, unerträgliche Wahrheiten zu äußern.«

      VanGogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft und andere Texte und Briefe über Baudelaire, Coleridge, Lautréamont und Gérard de Nerval