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Christoph Geiser

    3. August 1949
    Die Baumeister
    Grünsee
    Kahn, Knaben, schnelle Fahrt
    Grünsee - Brachland
    Brachland
    Das geheime Fieber
    • Ein homoerotisches Bild Caravaggios, das der Schriftsteller in einem Berliner Museum entdeckt, löst in ihm eine Obsession aus; er sucht die Bilder des Malers in Rom und Neapel auf, taucht in sie ein, fällt mehr und mehr aus dem Leben.Die Geschichte einer Obsession und das faszinierende Porträt des Malers Caravaggio.

      Das geheime Fieber
      5,0
    • An einem heißen Tag im Schwimmbad, allein zwischen Tausenden, hält der Erzähler an seinem 29. Geburtstag einen Brief seines Vaters in der Hand. Der Vater berichtet von seinem Garten und dem großen Haus, das er nach der Pensionierung gekauft hat, und lädt den Sohn ein: "Du kannst bleiben, solange du willst." Wochen später folgt der Sohn der Einladung und trifft im Elternhaus nur die alte Haushälterin an; die Mutter ist mit ihrer karitativen Arbeit beschäftigt, der Bruder hat seine Hobbys, und der Vater lebt allein auf dem Land. Der Roman thematisiert Vereinzelung und Gefühlsarmut, den Verlust von Gemeinschaft und die Isolation als Krankheit der Familie. Der Erzähler ist zwischen diesen Welten gefangen. Er teilt mit dem Vater die Sehnsucht, aus der Isolation auszubrechen, kämpft jedoch mit der Ungeübtheit, Gefühle zu zeigen. Ein späterer Versöhnungsversuch endet in Sprachlosigkeit: "Es gibt nichts, was wir uns jetzt noch sagen sollten." Die Sprache ist sensibel und klar, die Stimmungen und Landschaften präzise eingefangen. Die wahre Bedeutung des Romans offenbart sich, wenn man hinter den Bildern nach tiefergehenden Sinnbildern sucht.

      Brachland
      4,0
    • Grünsee - Brachland

      Zwei Romane

      • 537 Seiten
      • 19 Lesestunden

      In seinen beiden ersten Romanen schickt Christoph Geiser einen jungen Erzähler auf die Reise - ins schneesichere Zermatt auf Winterurlaub in Grünsee und ins Brachland, wo Vaters eigentlich viel zu großes Haus steht. Und beide Reisen führen in die Vergangenheit, zu den Erinnerungen an die Familie, an die Gemeinsamkeit, die nicht mehr ist. Vielleicht auch niemals war. Was hat die Familie auseinanderfallen lassen? Geiser sucht nicht nach der absoluten Antwort, er beschreibt, in seiner sensiblen und klaren Sprache, in lakonischem Tonfall, was die Beteiligten seiner Geschichten vorfinden. Seine Romane sind Besichtigungen einer Familie und ein Bericht über den Versuch eines Außenseiters, sich in der eigenen Geschichte wiederzufinden. Grünsee und Brachland sind zwei abgeschlossene Romane, die jeder für sich stehen können, die beide von Isolation, Vereinzelung und Gefühlsarmut erzählen und zusammen die Geschichte vom Zerfall einer Familie entstehen lassen.

      Grünsee - Brachland
      3,5
    • In der neuen Wohnung der Mutter begegnet der Erzähler sich selbst als Kind: der Fotografie eines 14-Jährigen, mit großen, abstehenden Ohren und störrisch verstörtem Blick. Er erinnert sich an den Jungen, der er damals war: ein hilfloser Außenseiter mit philosophischen Neigungen und sexuellen Nöten, ein Kind mit der fixen Idee, in ein Kloster einzutreten, um der Familie zu entkommen. Die Geschichte einer Wiederbegegnung mit sich selbst, die Geschichte einer Verführung. Ein hintergründig-beziehungsreiches Spiel, voller Erotik und Ironie.

      Kahn, Knaben, schnelle Fahrt
      3,0
    • Grünsee

      • 260 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Der erlesenen Reihe der in Zeiten von Covid-19 wiederentdeckten Seuchenliteratur gilt es mit der Neuedition von Christoph Geisers Romandebüt Grünsee ein weiteres Werk der jüngeren Literaturgeschichte hinzuzufügen. Der erstmals 1978 publizierte Text markiert Geisers internationalen Durchbruch als Schriftsteller und bildet den Auftakt seines bei Leserschaft und Kritik gleichermassen gefeierten autobiographischen Schreibprojekts »Rückkehr zur Herkunft«, das über vier Jahrzehnte nach Erscheinen nichts von seiner Faszinationskraft verloren hat. Vor der symbolträchtigen Kulisse des Matterhorns verwebt der jährlich zum Skifahren nach Zermatt zurückkehrende Erzähler auf einer dreitägigen Erinnerungsrecherche geschickt die subtile Rekonstruktion der die Schweiz erschütternden Typhus-Epidemie von Zermatt des Jahres 1963 mit der gleichzeitigen Dekonstruktion seiner nur scheinbar ›heiligen‹ und von ganz anderen Erschütterungen heimgesuchten großbürgerlichen Familie. In der mithin gleich doppelten Verfallsgeschichte diagnostiziert Geiser vor der Folie der Typhus-Epidemie mit erzählerischer Souveränität die gleichsam schreiende Sprachlosigkeit als die eigentliche Familienkrankheit.

      Grünsee
      3,5
    • Diese acht Erzählungen aus zwölf Jahren (1981-93) bieten einen spannenden Einblick in die Entwicklung des Autors, sie kommentieren gewissermaßen die umfangreicheren Arbeiten. Thematisch kreisen alle Geschichten um Spielarten der Liebe, von der Beobachtung badender Jungen im Fluß bis zur selbstzerstörerischen masochistischen Fantasie in der Titelgeschichte „Wunschangst“. Tilman Krause in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „In sprachmächtigen Phantasien hat Geiser das frühe Unbehagen wiedergefunden und münzt es nun in Lust um. Von Angst nährt sich bei ihm die Lust, eine Lust, die das Erschrecken vor sich selbst inszeniert. Noch immer erstaunen der Autor und seine Ich-Erzähler, daß dies mögich ist: wechselseitige wortlose Hingabe, Verführung und Berührung. Die einst keine Härte kannten, sind nun Meister einer aggressiven Eroberung und zelebrieren hochritualisierte Liebesspiele.“

      Wunschangst
      1,0
    • Ein homoerotisches Bild Caravaggios, das der Schriftsteller in einem Berliner Museum entdeckt, löst in ihm eine Obsession aus; er sucht die Bilder des Malers in Rom und Neapel auf, taucht in sie ein, fällt mehr und mehr aus dem Leben.Die Geschichte einer Obsession und das faszinierende Porträt des Malers Caravaggio.

      Das geheime Fieber. Roman