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Die Blechtrommel

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Aus Frust über die verlogene Erwachsenenwelt beschliesst Oskar Matzenrath, nicht mehr zu wachsen. Fortan bringt er seinen Protest durch Lärm zum Ausdruck: mit Schlägen auf seine Trommel und einer Stimme, die Glas zerspringen lässt.

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Die Blechtrommel, Günter Grass

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Erscheinungsdatum
2009,
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Beschädigt
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Im Zentrum steht Oskar Matzerath, der mit drei Jahren beschließt, nicht mehr zu wachsen, dafür aber umso lauter mit seiner Blechtrommel gegen die Welt anzuschlagen. Aus dieser grotesken, oft verstörenden Perspektive erzählt Grass deutsche Geschichte: Kaiserreich, Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit. Das ist nicht nüchtern oder chronologisch, sondern wild, absurd, manchmal geradezu delirierend. Grass’ Sprache ist üppig, bildreich und gnadenlos. Er liebt Abschweifungen, Übertreibungen und das Spiel mit Ekel, Körperlichkeit und schwarzem Humor. Das kann faszinieren, aber auch ermüden. Die Blechtrommel kennt kein Maßhalten, weder thematisch noch stilistisch. Wer klare Linien und Sympathieträger sucht, wird hier schnell an Grenzen stoßen. Gerade Oskar ist keine Figur zum Identifizieren, sondern zum Aushalten. Er ist manipulativ, kindlich und grausam zugleich, eine Zumutung, aber eine sehr bewusste. Grass zwingt den Leser, sich mit Schuld, Mitläufertum und Verdrängung auseinanderzusetzen, ohne einfache Antworten zu liefern. Leicht ist dieses Buch nicht. Aber es ist mutig, einzigartig und literarisch kompromisslos. Die Blechtrommel ist ein Roman, der aneckt, verstört und hängen bleibt.