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Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

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Die junge Haushälterin Katharina Blum verliebt sich in den Betrüger und Bundeswehrdeserteur Ludwig Götten, verbringt die Nacht mit ihm und hilft ihm am nächsten Tag zur Flucht. Fälschlicherweise als Komplizin eines vermeintlichen Terroristen verhaftet, gerät sie ins Visier einer Boulevardzeitung. Die verleumderische Berichterstattung führt zu ihrer sozialen und beruflichen Degradierung und steigert ihren psychischen Druck. In ihrer Verzweiflung ermordet sie den skrupellosen Reporter Tötges. Der Untertitel thematisiert, wie Gewalt entsteht und wohin sie führen kann. Bevor das Buch mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren veröffentlicht wurde, druckte „Der Spiegel“ es in mehreren Folgen ab. Der Erzähler berichtet in 58 Abschnitten über die Hintergründe des Mordes und nutzt fiktive Quellen wie Vernehmungsprotokolle, ergänzt durch persönliche, oft ironische Kommentare, die seine Sympathie für Katharina und andere Opfer der Hetzkampagne zeigen. Böll kritisiert die Bedrohung der persönlichen Freiheit durch Sensationsjournalismus und die Leser, die solche Praktiken unterstützen. Der Springer-Verlag unterband die Veröffentlichung von Bestsellerlisten, solange das Buch an der Spitze stand. In den 1970er Jahren wurde die Erzählung oft als Rechtfertigung von Gewalt interpretiert, während spätere Analysen literarische Vorbilder und die Form der Erzählung untersuchten.

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Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann, Heinrich Böll

Sprache
Erscheinungsdatum
1974
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(Paperback),
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Beschädigt
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Heinrich Böll
Erscheinungsdatum
1974
Einband
Paperback
Seitenzahl
160
ISBN10
3462031457
ISBN13
9783462031454
Reihe
Erstveröffentlichung
1974
Originaltitel
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Bewertung
3,65 von 5 Sternen
Beschreibung
Die junge Haushälterin Katharina Blum verliebt sich in den Betrüger und Bundeswehrdeserteur Ludwig Götten, verbringt die Nacht mit ihm und hilft ihm am nächsten Tag zur Flucht. Fälschlicherweise als Komplizin eines vermeintlichen Terroristen verhaftet, gerät sie ins Visier einer Boulevardzeitung. Die verleumderische Berichterstattung führt zu ihrer sozialen und beruflichen Degradierung und steigert ihren psychischen Druck. In ihrer Verzweiflung ermordet sie den skrupellosen Reporter Tötges. Der Untertitel thematisiert, wie Gewalt entsteht und wohin sie führen kann. Bevor das Buch mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren veröffentlicht wurde, druckte „Der Spiegel“ es in mehreren Folgen ab. Der Erzähler berichtet in 58 Abschnitten über die Hintergründe des Mordes und nutzt fiktive Quellen wie Vernehmungsprotokolle, ergänzt durch persönliche, oft ironische Kommentare, die seine Sympathie für Katharina und andere Opfer der Hetzkampagne zeigen. Böll kritisiert die Bedrohung der persönlichen Freiheit durch Sensationsjournalismus und die Leser, die solche Praktiken unterstützen. Der Springer-Verlag unterband die Veröffentlichung von Bestsellerlisten, solange das Buch an der Spitze stand. In den 1970er Jahren wurde die Erzählung oft als Rechtfertigung von Gewalt interpretiert, während spätere Analysen literarische Vorbilder und die Form der Erzählung untersuchten.