Die Erzählung des Nobelpreisträgers erstmals als Bilderbuch – in Szene gesetzt vom preisgekrönten Illustrator Émile Bravo. In einem kleinen Hafen macht ein Fischer morgens seine Siesta. Ein Tourist weckt ihn durch das Klicken seines Fotoapparats und fragt, warum er nicht aufs Meer fahre. Der Fischer antwortet, er sei schon draußen gewesen. Warum er nicht noch einmal hinausfahre, fragt der Tourist. Mit der größeren Ausbeute könne er Schiffe und eine Fischfabrik kaufen. Am Ende wäre er so reich, dass er nicht mehr arbeiten bräuchte und morgens in der Sonne sitzen könnte. Darauf der Fischer: „Aber das mache ich doch gerade, nur das Klicken Ihres Fotoapparats hat mich gestört.“ Eine zeitlose Fabel über das Glück.
Heinrich Böll Bücher
Heinrich Böll etablierte sich als eine zentrale Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur, dessen Schaffen eine breite Perspektive auf seine Zeit mit einer feinfühligen Charakterzeichnung verband. Sein tiefgreifendes Engagement für die zeitgenössische Gesellschaft und die nuancierte Darstellung von Individuen hinterließen einen bedeutenden Eindruck in der literarischen Landschaft. Dieser unverwechselbare Ansatz brachte ihm internationale Anerkennung, einschließlich des Nobelpreises für Literatur. Seine weit verbreiteten Werke finden bis heute Anklang und machen ihn zu einem der beständigsten Autoren Deutschlands.







Der General stand auf einem Hügel ...
- 294 Seiten
- 11 Lesestunden
Drei Jahre nach Kriegsende gilt Oberleutnant Schelling immer noch als »vermißt«. Doch es gibt Zeugen für seinen Tod: den früheren Hauptmann Schnecker, der soeben seine Promotion zum Dr. jur. feiert, und Wenk, den Chronisten der Ereignisse. Und so kommt endlich zur Sprache, was im Sommer 1943 in der Normandie und später in Rußland tatsächlich geschehen ist …
Heinrich Bölls Briefe aus dem Zweiten Weltkrieg bieten einzigartige Einblicke in das Leben eines Soldaten und angehenden Schriftstellers. Sie dokumentieren den Alltag im Krieg, Bölls persönliche Kämpfe und seine Entwicklung zum Schriftsteller. Diese Briefe sind ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Mentalität und der Erfahrungen des Krieges.
Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ Der Beginn der siebziger Jahre brachte Heinrich Böll eine Reihe öffentlicher Ämter und Ehrungen, die seiner persönlichen Bescheidenheit sehr widersprachen, die er aber als kategorische Verpflichtung verstand, anderen, vor allem seinen Schriftstellerkollegen in der Bundesrepublik und im Ausland, zu helfen. Eröffnet wurde diese Phase seiner öffentlichen Arbeit mit der programmatischen Rede vom »Ende der Bescheidenheit« zur Gründungsversammlung des Verbandes deutscher Schriftsteller im Jahre 1969, der ein Jahr später die Rede über die »Einigkeit der Einzelgänger« folgte. 1970 wurde Böll zum Präsidenten des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und 1971 zum Präsidenten des internationalen PEN gewählt. Er macht Wahlkampf für die SPD, warnt vor »Gewalten, die auf der Bank liegen« und vor der gnadenlosen Verfolgung von Terroristen (»Will Ulrike Meinhof Gnade oder freies Geleit?«). Mitten in die Hetzkampagne, die Böll als »Sympathisanten« verleumdet, trifft die Nachricht, daß ihm die Schwedische Akademie den Nobelpreis für Literatur zuerkannt hat. »Der Weg hierhin war ein weiter Weg für mich«, bekennt er bei der Entgegennahme des Preises.
Im Tal der donnernden Hufe
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Briefe aus dem Rheinland
Schriften und Reden 1960-1963
Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ »Deine Vorstellungen vom ›Rheinischen‹ sind mir zu ungenau«, schreibt Heinrich Böll spöttisch an einen fiktiven protestantischen Freund, »Köln, das den Ruf der Gemütlichkeit genießt, ist mir aus vielen Gründen unheimlich.« Zur literarischen Durchdringung des »Rheinlands«, das in der frühen Bundesrepublik plötzlich einen gänzlich anderen Stellenwert hatte als z. B. im Deutschen Reich, hat Böll beigetragen wie kein anderer Schriftsteller. »Auch an meine Ohren ist der sehnsüchtige Ruf der CDU nach Kontakt rnit den sogenannten Intellektuellen gedrungen. Ich muß mich leider diesem Liebeswerben versagen, ich bin kein Intellektueller...«, schreibt Böll. »Ich gehöre keiner Gruppe an«, sagt er. Und gleichzeitig öffnet er seinen Lesern mit einer kurzen Glosse über den perfiden Slogan »Hast Du was, dann bist Du was« die Augen über die Ideologie der sogenannten »Eigentumsbildung«. Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de
rororo aktuell: Katholisch und rebellisch
Ein Wegweiser durch die andere Kirche
- 341 Seiten
- 12 Lesestunden



