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Heinrich Böll

    21. Dezember 1917 – 16. Juli 1985

    Heinrich Böll etablierte sich als eine zentrale Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur, dessen Schaffen eine breite Perspektive auf seine Zeit mit einer feinfühligen Charakterzeichnung verband. Sein tiefgreifendes Engagement für die zeitgenössische Gesellschaft und die nuancierte Darstellung von Individuen hinterließen einen bedeutenden Eindruck in der literarischen Landschaft. Dieser unverwechselbare Ansatz brachte ihm internationale Anerkennung, einschließlich des Nobelpreises für Literatur. Seine weit verbreiteten Werke finden bis heute Anklang und machen ihn zu einem der beständigsten Autoren Deutschlands.

    Heinrich Böll
    Im Tal der donnernden Hufe
    Ende der Bescheidenheit
    Briefe aus dem Krieg 1939 - 1945
    Das Vermächtnis
    Der General stand auf einem Hügel ...
    Der kluge Fischer
    • Der kluge Fischer

      • 40 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Die Erzählung des Nobelpreisträgers erstmals als Bilderbuch – in Szene gesetzt vom preisgekrönten Illustrator Émile Bravo. In einem kleinen Hafen macht ein Fischer morgens seine Siesta. Ein Tourist weckt ihn durch das Klicken seines Fotoapparats und fragt, warum er nicht aufs Meer fahre. Der Fischer antwortet, er sei schon draußen gewesen. Warum er nicht noch einmal hinausfahre, fragt der Tourist. Mit der größeren Ausbeute könne er Schiffe und eine Fischfabrik kaufen. Am Ende wäre er so reich, dass er nicht mehr arbeiten bräuchte und morgens in der Sonne sitzen könnte. Darauf der Fischer: „Aber das mache ich doch gerade, nur das Klicken Ihres Fotoapparats hat mich gestört.“ Eine zeitlose Fabel über das Glück.

      Der kluge Fischer
      4,7
    • Das Vermächtnis

      • 158 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Drei Jahre nach Kriegsende gilt Oberleutnant Schelling immer noch als »vermißt«. Doch es gibt Zeugen für seinen Tod: den früheren Hauptmann Schnecker, der soeben seine Promotion zum Dr. jur. feiert, und Wenk, den Chronisten der Ereignisse. Und so kommt endlich zur Sprache, was im Sommer 1943 in der Normandie und später in Rußland tatsächlich geschehen ist …

      Das Vermächtnis
      4,7
    • Briefe aus dem Krieg 1939 - 1945

      • 1652 Seiten
      • 58 Lesestunden

      Heinrich Bölls Briefe aus dem Zweiten Weltkrieg bieten einzigartige Einblicke in das Leben eines Soldaten und angehenden Schriftstellers. Sie dokumentieren den Alltag im Krieg, Bölls persönliche Kämpfe und seine Entwicklung zum Schriftsteller. Diese Briefe sind ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Mentalität und der Erfahrungen des Krieges.

      Briefe aus dem Krieg 1939 - 1945
      5,0
    • Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ Der Beginn der siebziger Jahre brachte Heinrich Böll eine Reihe öffentlicher Ämter und Ehrungen, die seiner persönlichen Bescheidenheit sehr widersprachen, die er aber als kategorische Verpflichtung verstand, anderen, vor allem seinen Schriftstellerkollegen in der Bundesrepublik und im Ausland, zu helfen. Eröffnet wurde diese Phase seiner öffentlichen Arbeit mit der programmatischen Rede vom »Ende der Bescheidenheit« zur Gründungsversammlung des Verbandes deutscher Schriftsteller im Jahre 1969, der ein Jahr später die Rede über die »Einigkeit der Einzelgänger« folgte. 1970 wurde Böll zum Präsidenten des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und 1971 zum Präsidenten des internationalen PEN gewählt. Er macht Wahlkampf für die SPD, warnt vor »Gewalten, die auf der Bank liegen« und vor der gnadenlosen Verfolgung von Terroristen (»Will Ulrike Meinhof Gnade oder freies Geleit?«). Mitten in die Hetzkampagne, die Böll als »Sympathisanten« verleumdet, trifft die Nachricht, daß ihm die Schwedische Akademie den Nobelpreis für Literatur zuerkannt hat. »Der Weg hierhin war ein weiter Weg für mich«, bekennt er bei der Entgegennahme des Preises.

      Ende der Bescheidenheit
      5,0
    • Briefe aus dem Rheinland

      Schriften und Reden 1960-1963

      Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ »Deine Vorstellungen vom ›Rheinischen‹ sind mir zu ungenau«, schreibt Heinrich Böll spöttisch an einen fiktiven protestantischen Freund, »Köln, das den Ruf der Gemütlichkeit genießt, ist mir aus vielen Gründen unheimlich.« Zur literarischen Durchdringung des »Rheinlands«, das in der frühen Bundesrepublik plötzlich einen gänzlich anderen Stellenwert hatte als z. B. im Deutschen Reich, hat Böll beigetragen wie kein anderer Schriftsteller. »Auch an meine Ohren ist der sehnsüchtige Ruf der CDU nach Kontakt rnit den sogenannten Intellektuellen gedrungen. Ich muß mich leider diesem Liebeswerben versagen, ich bin kein Intellektueller...«, schreibt Böll. »Ich gehöre keiner Gruppe an«, sagt er. Und gleichzeitig öffnet er seinen Lesern mit einer kurzen Glosse über den perfiden Slogan »Hast Du was, dann bist Du was« die Augen über die Ideologie der sogenannten »Eigentumsbildung«. Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

      Briefe aus dem Rheinland
      4,5
    • Der Angriff

      Erzahlungen, 1947-1949

      • 170 Seiten
      • 6 Lesestunden
      Der Angriff
      5,0
    • Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ »Recht, von dem man keinen Gebrauch macht, stirbt ab; Freiheit, von der man keinen Gebrauch macht, welkt dahin.« Die Jahre 1982 und 1983 waren Jahre der Friedensbewegung für Böll. Jahre, in denen er einen verzweifelten Kampf gegen Raketenrüstung und Krieg, gegen Antikommunismus und andere Feindbilder führte. Für Hunderttausende wurde er Vorbild und Mutmacher. Ist es ein Wunder, dass er die Rückkehr der Sozialdemokraten zur entschlossenen Abrüstungspolitik und den Einzug der Grünen ins Bonner Parlament auch als seinen Erfolg sah? Es hat sich etwas verändert, konnte er bei der zweiten großen Friedensdemonstration im Oktober 1983 feststellen, um dann gleich daran zu erinnern, »daß in Mutlangen aus der amerikanischen Basis heraus auch Zettel herausgereicht wurden mit der Aufschrift ›Don't yield‹«. Daneben finden sich eine kritische Glosse zur Flick-Affäre und andere, fast satirische Texte.

      Feindbild und Frieden
      5,0
    • Man muss immer weitergehen

      • 321 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

      Man muss immer weitergehen
      4,5
    • Es kann einem bange werden

      • 232 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Aus der Reihe ›Schriften und Reden‹ Die Jahre 1976/77 bringen einen Aufschwung der Bürgerinitiativen und der ökologischen, grünen Bewegung. »Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt«, heißt die Parole der Jungen. An Heinrich BöU wird sie von Dorothee Solle herangetragen, die ihn bittet, »etwas mehr für uns zu tun«. Böll reagiert müde, fast resigniert. »Spürst Du nicht auch, wenigstens vorübergehend, die Versuchung, in Lähmung zu verfallen, auf irgendeine ›Reise‹ zu gehen?« fragt er. »Du rennst und rennst, und wo Du auch hin- oder ankommst, stehen sie schon mit ihrem Grinsen der Ausgewogenheit: Du hast Deine Rolle gespielt.« In der Praxis bedeutet das: In diesen Jahren des »deutschen Herbstes« schreibt Böll wieder mehr Rezensionen, reagiert auf ketzerische, oppositionelle Bücher von anderen, versucht ihnen Popularität zu verschaffen. Der Theologe Horst Herrmann, der Ex-Terrorist Bommi Baumann, der Ex-Dissident Solschenizyn, Lew Kopelew, Horst-Eberhard Richter, Wolfgang Bächler, Reiner Kunze, Wolf Biermann, Jurij Trifonow, Jiri Pelikan und Bernward Vesper gehören dazu. Daneben: die Besinnung auf die eigene Person, die eigene Herkunft, wie in der Betrachtung über den »Husten meines Vaters«.

      Es kann einem bange werden
      5,0
    • Heimat und keine

      • 336 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Obwohl ich als Einzelner schreibe, fühle ich mich nie allein, sondern als Gebundener – an die Zeit und die Erfahrungen meiner Generation. Diese Erfahrungen sind oft nicht präzise genug, um in Worte gefasst zu werden, und spiegeln die Heimat- und Ruhe- sowie Heimatlosigkeit einer Generation wider, die sich in einem Übergang befindet. Eine „Ästhetik des Humanen“, die in meinen Romanen und Erzählungen zu finden ist, habe ich nur einmal ausführlicher formuliert: in meinen „Frankfurter Vorlesungen“ von 1964. Dort geht es um das Wohnen, Nachbarschaft, Heimat, Geld, Liebe, Religion und Mahlzeiten. Ähnliche Gedanken finden sich in meinem Text über die Heimatlosigkeit der Menschen im westlichen Deutschland. Es gibt zwei Kölner Heimatbilder: das Vorkriegsköln und das zerstörte Köln von 1945, das jedoch auch schon wieder verloren ist. Die Jahre 1967/68 bringen neue Herausforderungen, wie den „Prager Frühling“ und die Studentenrevolte, sowie den Einfluss des Springer-Konzerns. In meiner privaten Reportage aus Prag („Der Panzer zielte auf Kafka“) stehe ich neben meinem öffentlichen Engagement gegen die Notstandsgesetze, wobei meine Bitterkeit über die hastigen Entscheidungen von Kiesinger, Barzel und Schmidt besonders groß ist.

      Heimat und keine
      4,5
    • Die Fähigkeit zu trauern

      Schriften und Reden 1984-1985

      • 347 Seiten
      • 13 Lesestunden

      »Wir leben in einer Über-Zeit: Überrüstung, die uns von faden Kopien der Übermenschen serviert wird: Über-Produktion, Über-Leistung, Über-Luxus - alles gegen die ›Unterrnenschen‹, die da tatsächlich hungern, sterben, nichts ›leisten‹...« Übermenschen, Untermenschen - Böll suchte den anderen: den Menschen. Zeit seines Lebens. Sein Engagement in der Friedensbewegung, sein Einsatz für Minderheiten, für Verfolgte jeder Art und in allen Teilen der Welt war bis zu seinem Lebensende ungebrochen. Raketenstationierung und Nachrüstung, Menschenrechtsverletzungen in Ost und West, Asylanten-, Ausländer- und Arbeitslosenprobleme, Flick-Affäre, Debatten über die jüngste deutsche Geschichte, eine gewisse Art von Meinungsverbreitung in den Medien und vieles mehr greift er in seinen Schriften und Reden auf. Daneben gibt es aber auch ganz persönliche Mitteilungen wie den eindringlichen »Brief an meine Söhne« und Kommentare in eigener Sache. Immer sind es Stellungnahmen, die weit über die Tagesaktualität hinausreichen und nicht ohne Nachwirkung bleiben werden. »Widerstand ist kein Recht; er ist eine Pflicht, jedem Menschen mitgegeben.«

      Die Fähigkeit zu trauern
      5,0
    • Alexander Solschenizyn schildert in seinem inzwischen weltberühmten Roman eine durch die Präsenz des Todes aneinandergefesselte Gesellschaft: Patienten und Ärzte, Funktionäre und Häftlinge, Denunzierte und Denunzianten in der Krebsstaion eines Krankenhauses im asiatischen Russland.

      Krebsstation. Roman in zwei Büchern. Buch 1
      4,3
    • Briefwechsel

      • 749 Seiten
      • 27 Lesestunden

      Bei seiner ersten Reise in die Sowjetunion 1962 begegnet Heinrich Böll dem russischen Kollegen Lew Kopelew. Allen politischen Hindernissen zum Trotz freunden die beiden sich an. Zwanzig Jahre lang schicken sie sich unbemerkt von Zensur und Geheimdiensten mithilfe von Mittelsmännern Briefe. Ein Netzwerk von großer und nachhaltiger Wirkungsmacht entsteht. Der Briefwechsel Böll-Kopelew enthält einzigartige Zeugnisse aus einer gar nicht so fernen und doch längst vergangenen Epoche. Die Bonner Republik, die Sowjetdiktatur, der ganze Kosmos des Kalten Kriegs sind hier zum Greifen nah. In ihren Briefen verarbeiten Heinrich Böll und Lew Kopelew ihre traumatischen Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen und gemeinsam kämpfen sie gegen politische und literarische Vereinnahmungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs

      Briefwechsel
      4,0
    • Ancor oggi, dopo il successo internazionale dei molti romanzi di Böll, culminato con quel “Foto di gruppo con signora” che gli valse il premio Nobel nel 1972, sono molti a ritenere che il meglio di sé lo scrittore tedesco lo abbia dato in questi racconti brevi e brevissimi. Böll esercita qui il suo talento innato per la parodia clownesca, dalle apparenze quasi bonarie, ma spesso piú spietata ancora nel colpire i suoi bersagli. Chi non avesse mai letto null’altro di suo potrebbe, anche solo con questa raccolta, farsi un’idea completa dei suoi temi: il disgusto per la guerra e il nazismo, la satira di un perbenismo e di un benessere dietro i quali si annidano i mostri dell’intolleranza e dello sfruttamento; e ancora il senso della fame e della solitudine, la solidarietà umana, la buffoneria anarcoide quale rifugio ultimo in un mondo troppo serioso, il rispetto profondo della povera gente. La Germania di questo secolo, in una colorata rapsodia di ‘short stories’ che equivale a una riflessione storica.

      Erzählungen 1950-1970
      4,0
    • Erzahlungen, Horspiele, Aufsatze (German Edition) by Heinrich Boll. 1961 hardcover published by Kiepenheuer & Witsch. Text in German.

      Erzählungen. Hörspiele. Aufsätze
      4,1
    • »Verdrängungslust ist in Deutschland immer stärker gewesen als die Fähigkeit zur Trauerarbeit. Was aber verdrängt wird, ist deshalb nicht erledigt ...« Heinrich Böll und Heinrich Vormweg Die sieben Gespräche aus den Jahren 1976 bis 1982 zwischen Heinrich Böll und Heinrich Vormweg sind bei aller Eindeutigkeit der Positionen offene Gespräche: über das Verhältnis der Generationen zueinander, über Wertbegriffe, Konsum, Armut hierzulande und in der ›Dritten Welt‹, Dissidenten, Arbeitslosigkeit, Terrorismus und nicht zuletzt über das Schreiben selbst. Inhalt: - Wie sollen wir denn überhaupt leben- Solschenizyn und der Westen- Ein Gespräch über die Literatur der Sowjetunion- Weil die Stadt so fremd geworden ist ...- Haben wir unseren Kindern noch etwas zu sagen?- Schreiben als Zeitgenossenschaft I- Schreiben als Zeitgenossenschaft II

      Weil die Stadt so fremd geworden ist ...
      4,0
    • Eine deutsche Erinnerung

      • 165 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ein engagierter, kritischer Mensch und großer Schriftsteller blickt zurück. Ein Interview mit Heinrich BöllDieses Protokoll intensiver und umfassender, Gespräche, die René Wintzen im Herbst 1975 mit Heinrich Böll in Paris führte, erschien im Frühjahr 1978 in französischer Sprache unter dem Titel ›Une memoire allemande‹ und fand in Frankreich große Beachtung. Ein engagierter, kritischer Mensch und großer Schriftsteller blickt zurück auf seine eigene und die deutsche Vergangenheit. Im Dialog mit Wintzen setzt sich Böll mit allen Fragen auseinander, die für ihn wesentlich sind, mit seiner Herkunft und seiner persönlichen und literarischen Entwicklung, mit dem Katholizismus, mit dem Weg, den die Bundesrepublik nach dem Kriege eingeschlagen hat, mit seiner Rolle als Schriftsteller, privat und in der literarischen Öffentlichkeit, mit der Bedeutung und Entstehungsgeschichte seiner Werke.

      Eine deutsche Erinnerung
      4,0
    • Das Heinrich Böll Lesebuch

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Zum 85. Geburtstag von Heinrich Böll: Ein repräsentativer Querschnitt durch das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers. §Deutschland nach dem Krieg ist ohne Heinrich Böll nicht denkbar. Er hat wie kaum ein anderer Schriftsteller seine Zeitgenossenschaft ernst genommen. Seine literarische Leistung reicht von der seelischen Aufarbeitung der Schuld und der Leiden des deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg über die Kritik des Adenauerstaates und seines engstirnigen Katholizismus, über die praktische Solidarität mit den verfolgten Dissidenten des Ostblocks und der reaktionären Diktaturen im Westen bis zur Auseinandersetzung mit dem Trauma des Terrorismus und seiner blinden Verfolgung. §Als sehr verletzlicher Ankläger hat Böll die Gefährdung der moralischen Fundamente unserer Gesellschaft, der demokratischen Freiheit und der Friedensliebe, verfolgt und ist Generationen von Jugendlichen zum unauffälligen Vorbild geworden. Das vorliegende Lesebuch mit Erzählungen, Romanausschnitten, Gedichten, Aufsätzen, Briefen und anderen Materialien aus den Jahren 1948 bis 1985 ermöglicht es, den literarischen Weg dieses "einzigartigen Schriftstellers" (Marcel Reich-Ranicki) in komprimierter Form nachzuvollziehen und dabei möglicherweise auch ein Stück der eigenen Biografie zu entdecken.

      Das Heinrich Böll Lesebuch
      4,0
    • Worte töten, Worte heilen

      • 187 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Wer die Sprache liebt, weiß, daß sie das menschlichste am Menschen ist und daß sie darum auch der schrecklichste Ausdruck seiner Unmenschlichkeit werden kann: Worte töten, Worte heilen, so Heinrich Böll. Bölls Worte konnten auch noch etwas anderes: aufrütteln, auf Mißstände aufmerksam machen, aber auch die einfache Lust auf Geschichten befriedigen. Dieses Lesebuch versammelt Gedanken aus Heinrich Bölls breiten Werk, das 1972 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde: über Lebenslust, Sittenwächter und Lufthändler ...

      Worte töten, Worte heilen
      3,5
    • Wie tief muss die seelische Verwundung eines Menschen sein, wenn er eine schwere körperliche Verletzung, einen Rückenschuss, als 'prachtvoll', als Geschen des Schicksals empfindet? Für jenen neunzehnjährigen Soldaten in der Titelgeschichte bedeutet sie ein - zumindest vorläufiges - Ende des Krieges, vielleicht sogar eine vorzeitige Rückkehr in die Heimat. Und er tut alles, damit die Wunde nur langsam heilt. Um Momentaufnahmen von der Front und um das soziale Elend der Ausgebombten und Entwurzelten in den Trümmern der Nachkriegszeit geht es in diesen 22 Erzählungen, die zwischen 1946 und 1952 entstanden. Inhalt - Die Liebesnacht; Der unbekannte Soldat; Jak, der Schlepper; Der Mord; Siebzehn und vier; Todesursache - Hakennase; Vive la France!; Die Verwundung; Im Käfig; Ich kann sie nicht vergessen; Grün ist die Heide; Die Dachrinne; Einsamkeit im Herbst; Am Ufer; Ein Hemd aus grüner Seide; In guter Hut; Eine optimistische Geschichte; Ich bin kein Kommunist; Beziehungen; An der Grenze; Der Wellenreiter; In Friedenstadt.

      Die Verwundung
      4,1
    • »Die Dummheit des Arguments Panzer und Waffen war so niederschmetternd …« Heinrich Böll und der Prager Frühling. Am 20. August 1968 reiste Heinrich Böll auf Einladung des tschechoslowakischen Schriftstellerverbands nach Prag. Zeit für die offiziell geplanten Gespräche blieb ihm nicht, denn kurz darauf rückten die Truppen des Warschauer Paktes ein, und die Besatzung begann. Vier Tage verbrachte Böll gemeinsam mit seiner Frau Annemarie und seinem Sohn René in der Stadt, in der die Träume von einem »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« brutal zerschlagen wurden. Der Widerstand der Prager durch alle Bevölkerungsschichten hindurch beeindruckte ihn zutiefst. Böll tat das ihm Mögliche, seine Solidarität auszudrücken, sprach im Radio, schilderte für lokale Zeitungen seine Beobachtungen der Ereignisse. Als er wieder abreiste, versprach er den tschechischen Schriftstellerkollegen, so viel und oft wie möglich über das, was er gesehen hatte, zu berichten und darüber zu schreiben. Böll hielt Wort. Die Ergebnisse seines Engagements versammelt erstmals dieses Buch. Neben den seinerzeit abgedruckten oder gesendeten Interviews und essayistischen Stellungnahmen umfasst der Band umfangreiche bislang unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Notizen des Autors. Erweitert wird das Material durch Fotografien René Bölls sowie Erinnerungsstücke aus den bewegten Prager Tagen.

      Der Panzer zielte auf Kafka : Heinrich Böll und der Prager Frühling
      3,5
    • Ein Jahr hat keine Zeit

      Gedichte

      • 181 Seiten
      • 7 Lesestunden

      »Herr Hauptmann, ach, o halten Sie doch jetzt die Fresse, in diesem Augenblick ertrag’ ich Unsinn nicht!« – Heinrich Bölls lyrisches Werk. Wenn man an Heinrich Böll denkt, denkt man an Prosa. Und doch hat er zeitlebens auch Lyrik geschrieben, von den jungen Jahren an bis ins hohe Alter. Die Gedichte sind kein Nebenprodukt seines Schreibens, sondern wichtiger Werkbestandteil. Diese bibliophile Ausgabe macht sie zum ersten Mal sorgsam ediert verfügbar. Böll als Lyriker entdecken, heißt, einen Autor in seiner Stimmfindung erleben. Angefangen bei den ersten lyrischen Gehversuchen, in denen deutlich sein früher Lektürekanon mitschwingt (und sich alles ordentlich reimt!), über freie Klangexperimente wie dem Gedicht »Preußentum« (1938), das seinen Gegenstand in eine absurd-militaristische Lautfolge zerlegt – »Ra Ta, / Tra Ra / Ra Ta Ta! […] Romm, Bomm, Bomm …« – bis zu den späteren Texten, aus denen ein Böll spricht, den man im Ohr zu haben meint: mit all seinem warmen und doch immer scharfzüngigen Humor, seiner gelassenen Menschenfreundlichkeit, seiner politischen Wachsamkeit. Die Veröffentlichung einer so umfassenden Auswahl mit teils unveröffentlichtem Material ist eine Premiere. Und ein Geschenk für alle, die Böll bereits gut kennen oder auch über die kurze Form neu kennenlernen möchten.

      Ein Jahr hat keine Zeit
      4,0
    • Erzählungen

      • 560 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Romanciers seiner Zeit gewürdigt. Mindestens ebenso groß ist sein Rang als Meister der kurzen Form. Dieser Band präsentiert Erzählungen aus vier Jahrzehnten in besonderer Ausstattung zum Sonderpreis! Es beginnt im Jahr 1937 mit der Erzählung "Jugend" und endet 1982 mit der Humoreske "In welcher Sprache heißt man Schneckenröder?": Heinrich Böll hat seine literarische Laufbahn mit Kurzgeschichten eröffnet, und er ist diesem Genre Zeit seines Lebens treu geblieben. Der Erfolg der frühen Erzählungen aus den Jahren nach dem Krieg setzte sich in den 50er und frühen 60er Jahren fort, in denen Böll die kurze literarische Form zur Vollendung führte. Der von Jochen Schubert herausgegebene Band bietet eine umfassende Auswahl aus dem erzählerischen Werk Heinrich Bölls und folgt dabei mehreren Gesichtspunkten: Neben den bekanntesten Erzählungen stehen solche, die aufgrund ihres Themas und ihrer Erzählweise repräsentativ sind, und andere, die bisher noch gar nicht oder nur an schwer zugänglichen Orten veröffentlicht wurden. Die insgesamt 75 Erzählungen dokumentieren auf anschauliche Weise das Schaffen Bölls in diesem Genre, bieten eine Fülle von Lesestoff und dazu unter dem Titel"Gibt es eine deutsche Story?"einen nicht mehr zugänglichen Essay Bölls aus dem Jahre 1953. Der Band wird ergänzt durch ein editorisches Nachwort des Herausgebers.

      Erzählungen
      4,1
    • »Ich stellte mich an die Treppe zum Bahnsteig und dachte: blond, zwanzig Jahre, kommt in die Stadt, um Lehrerin zu werden ... Walter Fendrich, der sich in der Nachkriegszeit planlos und kurzfristig als Banklehrling, Verkäufer und Tischlerlehrling versuchte, erhält eines Tages einen Brief seines Vaters, der ihn bittet, die Tochter eines Kollegen vom Bahnhof abzuholen. Das Zusammentreffen mit der zwanzigjährigen Hedwig, die er zuletzt nur flüchtig als Kind gesehen hatte, wird für Walter zur schicksalhaften Begegnung. Heinrich Böll gelingt es, kleinbürgerliche Schauplätze, die Atmosphäre der Hungerjahre und der Wirtschaftsblüte im Rahmen einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte mit sparsamen Mitteln souverän zu vergegenwärtigen.

      Doktor Murkes gesammeltes Schweigen
      4,1
    • Du fährst zu oft nach Heidelberg

      • 100 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Du fährst zu oft nach Heidelberg und andere Erzählungen - bk728; Verlag Lamuv; Heinrich Böll; pocket_book; 1979

      Du fährst zu oft nach Heidelberg
      3,9
    • Die Sensation: bisher unveröffentlichte Tagebücher aus dem Krieg von Heinrich Böll. Das hat man so noch nicht gelesen: Knapp, assoziativ, stellenweise geradezu lyrisch notiert Heinrich Böll, was ihn in den letzten Kriegsjahren beschäftigt, quält und am Leben hält. Anders als in den Kriegsbriefen, die zusammenhängend beschreiben, was ihm widerfuhr, aber die Zensur passieren mussten, hält er hier stichwortartig fest, was den einzelnen Tag bestimmte und innerhalb der grausamen Kriegsroutine an der Front und in der anschließenden Kriegsgefangenschaft zu etwas Besonderem machte. Fixpunkte dabei sind seine junge Frau Annemarie, die er schmerzlich vermisst, und Gott, den er im Angesicht des Grauens der Schützengräben als Hoffnungsspender und Schutzinstanz anruft. Beeindruckend ist die Intensität dieser skizzenhaften Aufzeichnungen, die zeigen, wie Böll um seelische Integrität und Selbsterhaltung ringt. Geschrieben in der Zeit von der Abreise nach Frankreich über die Verlegung an die Ostfront bis zur Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im September 1945 – und ungekürzt veröffentlicht.

      Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind
      4,0
    • Drei Meilen vor der Küste der County Kerry, am äußersten Westrand von Irland, liegt die Große Blasket-Insel, die »Gemeinde, die Amerika am nächsten liegt«, wie die Einwohner sagten. Hier gab es bis in die dreißiger Jahre hinein eine fast unversehrte frühzeitliche Welt, wie sie sonst in Europa kaum noch zu finden war. Es ist ein hartes Leben, das die Bewohner dieses winzigen, steinigen Fleckens Erde mitten in der Brandung des stürmischen Meeres fristen. Der Fischer und Bauer Tomás O'Crohan (1857-1937) erzählt als einer, der diese Welt noch erlebt hat und gar keine andere kannte: von tollkühnen Meeresfahrten und Jagden, von Festen mit Spiel und Trunk, von Jubel und Trauer, von bitterem Hunger, wenn der Fischfang mißglückt, von Saus und Braus, wenn der Wind das willkommene Strandgut eines verlorenen Schiffes an Land spült. O'Crohan wollte der Nachwelt den Charakter der knapp 150 Inselbewohner schildern, »denn Leute wie uns wird es nie mehr geben«.

      Die Boote fahren nicht mehr aus
      4,1
    • Nouvelles présentées par Michel LemercierMarie-Luise Kaschnitz . Gespenster - RevenantsHerbert Malecha . Die Probe - L'ÉpreuveAurelia Bundschuh . Die Uhr - La MontreSiegfried Lenz . Die Flut est pünktlich - La mariée est à l'heureWolfgang Borchert . Nacht schlafen die ratten doch - Mais les rats dorment la nuitMax Frish . Der andorranishe Jude - Le Juif d'AndorreHeinrich Böll . Mein trauriges Gesicht - Mon visage tristeLa série BILINGUE propose :une traduction fidèle et intégrale, accompagnée de nombreuses notes ;une méthode originale de perfectionnement par un contact direct avec les oeuvres d'auteur s étrangers.

      Nouvelles allemandes contemporaines
      3,9
    • Um im Politischen wirklich verständigen zu können, ist persönliche Begegnung unerlässlich. Heinrich Böll präsentiert in dieser Sammlung eine private Auswahl von Texten, die seine Aufrichtigkeit, Unabhängigkeit und tiefere Religiosität widerspiegeln. Diese Texte, aus verschiedenen Quellen und Formen, zeigen, wie Literatur, Religion, Politik und Geschichte miteinander verwoben sind und die Gefährlichkeit unserer Existenz eindringlich schildern. Böll betont, dass Lesen nachdenklich macht und zu Freiheit und Rebellion anregen kann, wenn man Klischees hinter sich lässt. Die Inhalte sind vielfältig und reichen von Erinnerungen an die Familie über Augenzeugenberichte zum Aufstieg der NSDAP bis hin zu literarischen Werken von Autoren wie Dostojewski, Camus und Woolf. Auch zeitgenössische Themen wie die Ausplünderung Lateinamerikas und der Widerstand gegen Unterdrückung finden ihren Platz. Die Sammlung umfasst sowohl historische als auch literarische Perspektiven, die den Leser dazu anregen, über die eigene Position in der Welt nachzudenken und sich mit der Komplexität der menschlichen Erfahrung auseinanderzusetzen. Bölls Auswahl lädt ein, sich diesen Themen zu stellen und die eigene Unabhängigkeit im Denken zu fördern.

      Mein Lesebuch
      3,5
    • Die Erzählungen, jetzt als limitierte Sonderausgabe Für Heinrich Böll war es eine Frage der Moral, Krieg und Nachkriegszeit so zu beschreiben, wie sie wirklich waren. Er schrieb im Namen einer verführten und geschundenen Generation, im Namen der Humanität. Inhalt: - Über die Brücke (1950) - Kumpel mit dem langen Haar (1947) - Der Mann mit den Messern (1948) - Steh auf, steh doch auf (1950) - Damals in Odessa (1950) - Wanderer, kommst du nach Spa. . . (1950) - Trunk in Petöcki (1949) - Unsere gute, alte Renée (1950) - Auch Kinder sind Zivilisten (1948) - So ein Rummel! (1948) - An der Brücke (1949) - Abschied (1948) - Die Botschaft (1947) - Aufenthalt in X (1950) - Wiedersehen mit Drüng (1950) - Die Essenholer (1950) - Wiedersehen in der Allee (1948) - In der Finsternis (1949) - Wir Besenbinder (1948) - Mein teures Bein (1948) - Lohengrins Tod (1950) - Geschäft ist Geschäft (1950) - An der Angel (1950) - Mein trauriges Gesicht (1950) -Kerzen für Maria (1950)

      Wanderer, kommst du nach Spa...
      4,1
    • Draußen vor der Tür

      und ausgewählte Erzählungen

      Das einzige Drama des früh verstorbenen Dichters ist ein verzweifelter Protestschrei gegen die zerstörerische und verderbnisträchtige Macht des Krieges. Seine Erzählungen und Prosastücke berichten mit sicher akzentuierter Ausdruckskraft von den verheerenden Kriegsfolgen im einzelnen und im gemeinsamen Menschenleben.

      Draußen vor der Tür
      4,1
    • »Lesende Staatsbürger sind nicht die gehorsamsten, schreibende schon gar nicht.«Die Friedensbewegung war Heinrich Böll immer ein Anliegen. Ebenso verteidigte er die Gedanken-, Schreib- und Redefreiheit gegen westdeutsche Pressekonzerne und Verfassungsschützer oder gegen die Zensurbehörden des Ostblocks. Im Januar 1981 suchte sein russischer Freund Lew Kopelew bei ihm Zuflucht, so wie früher auch schon Solschenizyn und Biermann.

      Die "Einfachheit" der "kleinen" Leute
      2,0
    • »Ich will nicht sterben, aber das Schreckliche ist, daß ich sterben werde ... bald!« Mit dieser Gewißheit steigt der junge Soldat auf dem Bahnhof einer Stadt im Ruhrgebiet in den Fronturlauberzug, der ihn an die Ostfront zurückbringen soll. Es wird eine trostlose Fahrt. Männer, die der Zufall zusammengewürfelt hat, spielen Skat, teilen miteinander Brot und Wurst und versuchen ihre Angst mit Schnaps zu betäuben. Andreas erinnert sich an seinen Freund, an eine Frau, in deren Augen er nur für Bruchteile einer Sekunde blicken konnte, er denkt an seine früheren Verwundungen, und er haßt alle, die den Krieg als eine Selbstverständlichkeit empfinden. In Lemberg hält der Zug. Hier begegnet Andreas einer Spionin, die als Prostituierte Nachrichten für den polnischen Widerstand sammelt ...

      Der Zug war pünktlich
      4,1
    • Haus ohne Hüter

      • 316 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Das Schicksal zweier zwölfjähriger Jungen und deren verwitweter Mütter in der Nachkriegszeit. Die beiden zwölfjährigen Schulfreunde Heinrich und Martin haben ihre Väter, die im Krieg gefallen sind, nie gekannt. Heinrich wächst in bedrückend ärmlichen Verhältnissen auf. Viel zu früh wird er in die Welt der Erwachsenen gestellt und muss Verantwortung übernehmen. Sein Freund Martin kennt keine finanzielle Not, ahnt jedoch, dass seiner Mutter bei allem Wohlstand etwas fehlt. Äußerst einfühlsam beschreibt Heinrich Böll die Probleme und Nöte dieser beiden Jungen, die zudem mit den Schwierigkeiten der beginnenden Pubertät fertig werden müssen. Ihre und ihrer Mütter Schicksale stehen stellvertretend für die vom Krieg heimgesuchte Generation.

      Haus ohne Hüter
      4,0
    • Bisher unveröffentlichte Erzählungen aus dem Nachlass des Nobelpreisträgers (1917-1985)

      Der blasse Hund
      3,8
    • Nicht nur zur Weihnachtszeit

      • 206 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Bölls „Weltkrieg-Zwo-Weihnachtsalbtraum“ ist eine skurrile Weihnachtsgroteske, die in einem wohlhabenden, großbürgerlichen Heim spielt. Tante Milla überwacht das Schmücken des Weihnachtsbaums, der zum Hauptakteur der Geschichte wird. Gläserne Zwerglein schlagen mit kleinen Hämmerchen auf winzige Glöckchen, während ein mechanisches Engelsmonstrum das Wort „Frieden“ in die Stube krächzt. Doch der Erste Weltkrieg hat begonnen, und die nächtlichen Bombenangriffe bringen die festliche Stimmung ins Wanken. Onkel Franz beschließt, Weihnachten während der Kriegsjahre ohne Baum zu verbringen, was auch Tante Millas Lebenswillen beeinträchtigt. Der Erzähler, Franz-Josef Antwerpes, bringt mit seinem rheinischen Singsang und schlitzohriger Treuherzigkeit den kölschen Böll-Sound in die Erzählung. Die eigentliche Katastrophe entfaltet sich nach dem Krieg: Weihnachten 1945 steht der Baum wieder, doch als Onkel Franz ihn am Dreikönigstag entsorgen will, verfällt Tante Milla in einen wochenlangen Schreikrampf. Neurologen und sogar ein Exorzist werden konsultiert, bis Onkel Franz eine erlösende Idee hat. Während die Familie unaufhaltsam dem Zerfall und Wahnsinn entgegengeht, hämmern die Zwerge weiter.

      Nicht nur zur Weihnachtszeit
      4,0
    • Wer hätte sich nicht schon einmal mit der Absicht zu einer ungesetzlichen Tat getragen? Vier bekannte Autoren der Gegenwart haben sich von diesem Gedanken zu einer aufregend-reizvollen Anthologie anregen lassen. Ihre beklemmenden Erzählungen bezeihen den Leser, sein Urteil und sein Gewissen auf ungewöhnliche Weise in die Lektüre ein. Inhalt: - Heinrich Böll: Ein Fall für Herrn F., Herrn D. oder Herrn L.? (1976) - Peter Härtling: Für Ottla - Adolf Muschg: Der Zweitsitz oder: Unterlassene Anwesenheit - Gabriele Wohmann: Guilty

      Fälle für den Staatsanwalt
      2,5
    • Unberechenbare Gäste

      • 170 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Unsere deformierte Gefühlswelt, den geschäftigen Kulturbetrieb, den Talmiglanz und die Missbildungen unserer Gesellschaft attackiert Heinrich Böll auf ebenso mitfühlende wie zutreffende Weise. Sein tiefgreifender Humanismus verschließt sich aber nie vor der Bedrängtheit anderer Existenzen. Inhalt - Unberechenbare Gäste; Daniel, der Gerechte; Die Suche nach dem Leser; So ward Abend und Morgen; Doktor Murkes gesammeltes Schweigen; Monolog eines Kellners; Es wird etwas geschehen; Wie in schlechten Romanen; Eine Kiste für Kop; Undines gewaltiger Vater; Hauptstädtisches Journal; Im Tal der donnernden Hufe; Der Wegwerfer.

      Unberechenbare Gäste
      3,5
    • Eine Reise nach Irland: Heinrich Böll stattete mit diesen Aufzeichnungen den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich seit seinem ersten Besuch auf der Insel im Jahr 1954 wahlverwandtschaftlich verbunden fühlte. In der ›Stuttgarter Zeitung‹ heißt es: »Das Geheimnis dieses Buches, des liebenswertesten Buches von Heinrich Böll, ist, daß kaum ein Wort über die verzwickte Ökonomie und die noch verzwicktere Geschichte dieses kleinen Staates gesagt wird und daß dennoch das ganze Irland in diesem Tagebuch eingefangen zu sein scheint.« Und für Marcel Reich-Ranicki ist es »ein verstecktes Deutschlandbuch, denn mit seinen Reisenotizen strebt Böll eine mittelbare Kritik der einheimischen Verhältnisse an: Irland wird immer wieder als Gegensatz zur Bundesrepublik betrachtet«. Das legendäre allererste dtv-Buch - seit 1961 ununterbrochen lieferbar!

      Irisches Tagebuch
      3,9
    • »Die Dichter, auch wenn sie sich scheinbar in der Unverbindlichkeit ästhetischer Räume bewegen, kennen den Punkt, wo die größte Reibung zwischen dem einzelnen und der Geschichte stattfindet ... Sie sind immer betroffen, und niemand nimmt ihnen die Last ab, diese Betroffenheit in einer Form auszudrücken, die wie Gelassenheit erscheinen mag«, schrieb Heinrich Böll in einem Aufsatz über Wolfgang Borchert - ein Gedanke, der auch auf sein eigenes Werk bezogen werden kann. Die Erzählungen dieses Ban- des behandeln vorwiegend Situationen und Schicksale der Kriegs- und Nachkriegszeit. Sie machen deutlich, daß sich Bölls Begabung nicht auf eine bestimmte literarische Form einschränken läßt. In seiner jüngsten Erzählung sEntfernung von der Truppe: weigert sich der Ich-Erzähler, seine Geschichte verbindlich auszuführen. Er liefert nur Materialien für die Phantasie des Lesers, dem es überlassen bleibt, die offenen Stellen seinem Geschmack entsprechend auszufüllen. Hinter der Maske des unernsten Spielers verbirgt sich ein konsequenter Wahrheitssucher, der empfindlich auf alle Vorurteile reagiert.

      Als der Krieg ausbrach : Erzählungen
      3,8
    • Eine Weltkatstrophe kann zu manchem dienen. Auch dazu, ein Alibi zu finden vor Gott. Wo warst du, Adam? »Ich war im Weltkrieg.« Theodor Haecker, »Tag- und Nachtbücher«, 31. März 1940In seinem frühen Roman schildert Heinrich Böll den Krieg als eine Krankheit. Es ist daher nur folgerichtig, daß er nicht die Mechanismen einer Schlacht beschreiben wollte, sondern den einzelnen Menschen in den Vordergrund stellt. Böll geht vom Detail aus und öffnet so den Blick auf das Ganze. Er zeichnet seine Gestalten, Landser und Generäle, SS-Führer und gehetzte Juden, Frauen und Mädchen im Hinterland, ohne zu verzerren oder zu idealisieren.Viele Bücher sind gegen den Krieg geschrieben worden. Aber nicht alle wurden so verstanden. Ungewollt ließen sie einen Rest von Sinngebung oder gar eine Faszination am Grauen und an der zerstörenden Gewalt des Krieges zu. Bölls Roman ist unmißverständlich. So macht zum Beispiel die Geschichte eines Wachkommandos bei einer Brücke, die von Partisanen gesprengt und von den Deutschen wieder aufgebaut wird, um gleich wieder vor den anrückenden Russen gesprengt zu werden, die organisierte Sinnlosigkeit des Krieges deutlicher als jedes grausige Schlachtenpanorama.

      Wo warst du, Adam?
      3,9
    • Ansichten eines Clowns: Roman

      • 281 Seiten
      • 10 Lesestunden

      »Heinrich Böll zeigt, was so selten gezeigt wird: den Alltag einer Liebe.« Marcel Reich-Ranicki »Ich bin ein Clown, im Augenblick besser als mein Ruf.« Hans Schnier, einst ein gefragter Pantomime und Spaßmacher, sitzt, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, zum Bettler degradiert auf den Stufen des Bonner Bahnhofs. Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www. heinrich-boell. de

      Ansichten eines Clowns: Roman
      3,9
    • Ein Eheroman Weil er den bedrückenden Wohnverhältnissen in einem Untermieterzimmer nicht mehr gewachsen ist, lebt Fred Bogner von seiner Frau Käte und seinen drei Kindern getrennt. Er arbeitet als Telefonist bei einer kirchlichen Behörde, streift durch eine zerbombte deutsche Großstadt, trinkt zuweilen und treibt sich regelmäßig an Spielautomaten herum. Nach einem mit seiner Frau gemeinsam verbrachten Wochenende in einem Stundenhotel scheint die Trennung endgültig zu sein. Doch wenig später erkennt Fred in ihr den Menschen, den zu lieben er nie aufgehört hat.

      Und sagte kein einziges Wort
      3,9