Parallaxe bezeichnet die scheinbare Änderung der Position eines Objekts, wenn der Beobachter seine Position verändert. Doch was, wenn diese Veränderung nicht nur subjektiv ist, sondern vom Objekt selbst und seinen inneren Antagonismen ausgeht? In Žižeks Analyse wird die Parallaxe als Denk- und Erklärungsfigur in verschiedenen theoretischen Ansätzen betrachtet. Sie findet sich im Wellen-Teilchen-Dualismus der Quantenphysik, in der Psychoanalyse, der Philosophie und der Politischen Theorie. Žižek identifiziert vier zentrale Erscheinungsformen der Parallaxe: die ontologische Differenz, die unseren Bezug zur Wirklichkeit prägt; die wissenschaftliche Parallaxe, die in der Hirnforschung einen tiefen Graben zwischen phänomenaler Erfahrung und wissenschaftlicher Erklärung aufzeigt; den inneren Bruch jedes Kunstwerks; und die politische Parallaxe, die als gesellschaftlicher Antagonismus einen gemeinsamen Grund verwehrt. Dieses Werk bietet eine kritische Analyse der Gegenwart und ist zugleich ein fundamentales philosophisches Werk, das theoretische Überlegungen in programmatische Form bringt. Es vereint philosophische und theologische Analysen, brillante Interpretationen von literarischen Texten, Filmen und Kompositionen sowie erhellende Anekdoten.
Short Circuits Reihe
Diese Reihe taucht durch fesselnde und oft humorvolle Erzählungen in die faszinierende Welt der Roboter und künstlichen Intelligenz ein. Jeder Teil befasst sich mit den technischen Herausforderungen und ethischen Dilemmata, die mit zunehmender Maschinenautonomie einhergehen. Leser können schnelle Handlungsstränge, einfallsreiche Szenarien und zum Nachdenken anregende Fragen über das Wesen der Menschheit erwarten. Sie ist ideal für Science-Fiction-Fans, die cleveren Witz und fantasievolle Konzepte schätzen.






The puppet and the dwarf : the perverse core of Christianity
- 196 Seiten
- 7 Lesestunden
One of our most daring intellectuals offers a Lacanian interpretation of religion, finding that early Christianity was the first revolutionary collective.Slavoj Zizek has been called "an academic rock star" and "the wild man of theory"; his writing mixes astonishing erudition and references to pop culture in order to dissect current intellectual pieties. In The Puppet and the Dwarf he offers a close reading of today's religious constellation from the viewpoint of Lacanian psychoanalysis. He critically confronts both predominant versions of today's spirituality -- New Age gnosticism and deconstructionist-Levinasian Judaism -- and then tries to redeem the "materialist" kernel of Christianity. His reading of Christianity is explicitly political, discerning in the Pauline community of believers the first version of a revolutionary collective. Since today even advocates of Enlightenment like Jurgen Habermas acknowledge that a religious vision is needed to ground our ethical and political stance in a "postsecular" age, this book -- with a stance that is clearly materialist and at the same time indebted to the core of the Christian legacy -- is certain to stir controversy.
Die Puppe und der Zwerg
Das Christentum zwischen Perversion und Subversion
Heute, in einer Zeit, in der die Analysen des Historischen Materialismus meist »undercover« und fast nie unter ihrem richtigen Namen betrieben werden und in der die theologische Dimension in Gestalt des postsäkularen Denkens eine neue Wendung genommen hat, ist es an der Zeit, die erste von Benjamins Thesen über den Begriff der Geschichte umzukehren: »Gewinnen soll immer die Puppe, die man ›Theologie‹ nennt. Sie kann es ohne weiteres mit jedem aufnehmen, wenn sie den Historischen Materialismus in ihren Dienst nimmt, der bekanntlich heute klein und häßlich ist und sich ohnehin nicht darf blicken lassen.« Die Puppe und der Zwerg erkundet die konkreten Formen dieser merkwürdigen Koexistenz. Zu Beginn steht eine Analyse des fundamentalen Bruchs zwischen dem abendländischen kosmisch-holistischen Weltbild und dem jüdisch-christlichen. Weiter geht das Buch der Spannung zwischen dem perversen Funktionieren des »realexistierenden Christentums« und dem subversiven Kern der christlichen Erfahrung nach. Schließlich versucht es, diesen subversiven Kern in der gegenwärtigen Ideologie der Hegemonie zu verorten, deren Koordinaten durch die nietzscheanische Unterscheidung zwischen aktivem und passivem Nihilismus vorgegeben sind.
Laibach und NSK
Die Inquisitionsmaschine im Kreuzverhör
Laibach und Neue Slowenische Kunst (NSK) – für viele die letzte Avantgarde des 20. Jahrhunderts, sicherlich aber die spannendste künstlerische Artikulation Osteuropas. Laibach trat unmittelbar nach dem Tod Titos 1980 in der damaligen jugoslawischen Teilrepublik Slowenien auf den Plan. Auf skandalöse Auftritte folgte die Firmierung als Künstlerkollektiv NSK, das sich neben der Musik u. a. dem Theater, der Malerei und dem Design widmete. Während Laibach mit eigenwilligen und erfolgreichen Coverversionen die Auflösung des sozialistischen Machtblocks und die anschließende Zurichtung der Welt zum Marktplatz kommentierte, reflektierte NSK mit ihrer provokanten Ästhetik das politische und kulturelle Chaos dieses Umbruchprozesses quer durch alle Disziplinen. Der britische Kulturtheoretiker Alexei Monroe beschreibt in „Laibach und NSK – Die Inquisitionsmaschine im Kreuzverhör“ die ungebrochene Aktualität der Band wie des Kollektivs. Er befragt seinen Gegenstand intensiv nach Herkunft, historischem Kontext, Organisationsstruktur, Erscheinungsbild und philosophischem Background. Das vorliegende Buch ist eine erweiterte und aktualisierte Fassung der englischsprachigen Ausgabe.
A militant Marxist atheist and a ""Radical Orthodox"" Christian theologian square off on everything from the meaning of theology and Christ to the war machine of corporate mafia
The Odd One In
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
A Lacanian look at how comedy might come to philosophy's rescue, with examples ranging from Hegel and Moliere to George W. Bush and Borat.