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Studien zur frühneuzeitlichen deutschen Geschichte

Diese Reihe fördert neue und frische Ansätze zur deutschen Geschichte der Frühen Neuzeit, die ungefähr von 1400 bis 1800 reicht. Sie umfasst sowohl Übersetzungen aus dem Deutschen als auch originäre englischsprachige Werke, die den Lesern einige der innovativsten Bücher vorstellen. Die Themen sind alles andere als konventionell und erforschen Bereiche wie die Geschichte von Wahnsinn und Hexerei, die Trinkkultur, bedeutende Handelsfamilien der Renaissance und frühe deutsche Reaktionen auf die Entdeckung Amerikas. Diese Sammlung unterstreicht die Dynamik und Bandbreite der Geschichtsschreibung zum Heiligen Römischen Reich.

Die Fugger
Cautio criminalis oder rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse
Deutsche Untertanen
Verrückte Hoheit
  • Im 16. Jahrhundert waren fast 30 deutsche Adelige als verrückt bekannt. Diese Arbeit untersucht diese Fürsten (und einige Prinzessinnen) als Gruppe und im Kontext – sie beleuchtet die Geschichte der Renaissance-Medizin und Psychiatrie, die deutsche Politik zur Zeit der Reformation sowie die Renaissance-Definitionen von Wahnsinn.

    Verrückte Hoheit
    4,0
  • Deutsche Untertanen

    • 160 Seiten
    • 6 Lesestunden

    Gehorchende Deutsche? Eine Widerlegung ist ein prägnantes Buch, das mit klugen Ideen und wichtigen, wenig bekannten Informationen gefüllt ist. Es räumt mit der Vorstellung auf, dass gewöhnliche Menschen passiv 'Geschichte' über sich ergehen lassen, anstatt aktiv ihre eigene Geschichte zu gestalten. Es ist auch ein kraftvolles Gegenmittel gegen einige der hartnäckigsten Stereotypen über die deutsche Geschichte. Jeder, der sich für die frühe Neuzeit interessiert, wird dieses Buch wegen seines großen thematischen Umfangs und seiner interpretativen Strenge lesen wollen. Es setzt den Maßstab für das Verständnis der politischen Rolle der einfachen Leute in der europäischen Geschichte.

    Deutsche Untertanen
  • Mutige KampfschriftDie ›Cautio Criminalis‹ erschien 1631 und ein Jahr später in einer vermehrten Ausgabe als mutiger Appell zur sofortigen Abschaffung der Hexenprozesse und Replik auf jene Schriften, die die Hexenverfolgungen befürworteten und zu legitimieren versuchten. Der Jesuitenpater, den auch eigene Erfahrungen bewogen, den unglücklich Verfolgten beizustehen, mußte den Text anonym veröffentlichen, handelte aber vermutlich mit Wissen seiner Ordensoberen. In seiner berühmten Schrift, die in mehreren lateinischen Ausgaben und Übersetzungen Verbreitung fand, diskutiert Spee in fünfzig Fragen und Antworten die unrechtmäßige und unmenschliche Praxis der Prozesse, um selbst ein Reformprogramm vorzulegen, das nachweislich bei einigen fürstlichen Adressaten ein milderes Vorgehen bewirkte. Sein Kampf gegen die Folter und für die Rechte der Angeklagten ist rechtsgeschichtlich bis hin zur Erklärung der Menschenrechte wegweisend.

    Cautio criminalis oder rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse
    3,8
  • Die Fugger

    • 257 Seiten
    • 9 Lesestunden

    Wie keine andere Familie verkörpern die Fugger wirtschaftlichen Erfolg und soziale Aufstiegschancen des süddeutschen Bürgertums an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Unter der Leitung Jakob und Anton Fuggers baute die Familienfirma binnen weniger Jahrzehnte das größte europäische Handels- und Bergbauunternehmen seiner Zeit auf. Als Geldgeber des Kaisers und als Bankiers der römischen Kurie spielten die Fugger eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der europäischen Politik. Ihr Erfolg ermöglichte ihnen den Kauf großer Landgüter in Schwaben und den Aufstieg in den Reichsadel. Als überzeugte Anhänger der alten Kirche exponierten sie sich in den konfessionellen Auseinandersetzungen der Reformationszeit. Als Stifter, Sammler und Mäzene prägten sie die Kultur der süddeutschen Renaissance.

    Die Fugger
    4,5