Fima lives in Jerusalem, but feels that he is in Jerusalem by mistake, that he ought to be somewhere else. In the course of his life he has had several love affairs, several ideas, has written a book of poems that aroused some expectations, has thought about the purpose of the universe and where the country has lost its way, has spun a detailed fantasy about founding a new political movement, has felt longings of one sort or another, and the constant desire to open a new chapter. And here he is now, in his early fifties, in this shabby flat on a gloomy wet morning, engaged in a humiliating struggle to release the corner of his shirt from the zipper of his fly. With rare wit, intimate knowledge of the human heart, and his usual storytelling mastery, Amos Oz portrays a man - and a generation that dreams noble dreams but does nothing.
Amos Oz Bücher
Amos Oz war ein israelischer Schriftsteller, dessen Werke breite Anerkennung fanden und übersetzt wurden. Seine Schriften befassten sich oft mit den Komplexitäten der israelischen Gesellschaft und der jüdischen Identität. Oz erforschte menschliche Beziehungen und moralische Dilemmata mit tiefem Einblick in die menschliche Psyche. Sein literarischer Stil war bekannt für seine Eleganz und seine Fähigkeit, die Essenz der von ihm untersuchten Themen einzufangen.







Allein das Meer
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 als Amos Klausner in Jerusalem geboren und verbrachte dort seine Kindheit. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Von 1960 bis 1963 studierte er Literatur und Philosophie an der Hebräischen Universität von Jerusalem und kehrte nach seinem Bachelor-Abschluss in den Kibbuz zurück. Seit dem 6-Tage-Krieg ist er in der israelischen Friedensbewegung aktiv und befürwortet eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Er ist Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now). Seit 1987 lehrt er Hebräische Literatur an der Ben-Gurion Universität von Negev, Beesheba. Die Werke von Amos Oz wurden in 37 Sprachen übersetzt. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten.
Die letzte Lektion
Ein Leitfaden für die Zukunft
Pragmatisch und visionär entwirft Amos Oz einen neuen Nahen Osten, der für die Zukunft die Lehren der Vergangenheit aufnimmt. Im Dezember 2018 ist der bedeutendste israelische Autor gestorben und hat uns sein Vermächtnis hinterlassen: Der Mensch ist seiner Natur nach offen. Darum wird es auch im Nahen Osten eine Lösung geben – bei gutem Willen aller. Im Juni 2018 trat Amos Oz das letzte Mal öffentlich auf, an der Universität von Tel Aviv hielt er seine letzte Rede, dies ist sein politisches Vermächtnis. Darin plädiert er leidenschaftlich für einen jüdischen wie für einen palästinensischen Staat im Nahen Osten, er mahnt, er warnt und er gibt Hoffnung. Nach allem, was passiert ist, möchte er nie wieder als jüdische Minorität leben. Der israelisch-palästinensische Konflikt müsse geheilt werden. Aber eine Wunde kann man nicht mit einem Stock heilen. Die Heilung brauche Zeit und erfordere zuallererst »eine Sprache der Heilung«, keine der Unterwerfung.
Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
Roman | Der Welterfolg des israelischen Bestsellerautors
- 828 Seiten
- 29 Lesestunden
Der Bestseller im suhrkamp taschenbuch: die Geschichte des Jungen Amos, der im Jerusalem der vierziger Jahre aufwächst – eine große Familien-Saga, ein Epos vom Leben und Überleben, ein Buch der Enttäuschungen und der Hoffnung.
Als Kind im Jerusalem der 40er Jahre erlebt Amos Oz den Hass auf Deutschland als etwas Absolutes, Unverrückbares. Die Deutschen sind Mörder, ihre Sprache, ihre Produkte geächtet, das Wiedergutmachungsabkommen von 1952 noch als Schande verschrien. Und in jedem Pass des jungen Landes steht „Gültig für alle Länder – mit Ausnahme von Deutschland“. Doch dann sind da die Bücher, die Literatur, dann liest er und das ganze Land Lenz, Böll, Grass, und ein Wandel vollzieht sich, im Kleinen wie im Großen, in ihm wie im Staate Israel … Amos Oz kombiniert persönliche Erfahrungen mit historisch-politischem Nachdenken. Auf diese Weise liefert er eine beeindruckende Bestandsaufnahme des alles andere als normalen Verhältnisses zweier Nationen. Ein Buch über Deutschland, über Israel, über den mehr als sechzig Jahre währenden Prozess der Verständigung. Und zur gleichen Zeit ein Plädoyer für die brückenschlagende Kraft des Erzählens.
Juden und die Worte
- 285 Seiten
- 10 Lesestunden
Juden und Worte bilden eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, Historikerin, erkunden jüdische Wortwelten, deren Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen sowie die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war stets an das mündlich und schriftlich geäußerte Wort gebunden, an ein komplexes Geflecht von Interpretationen und Debatten. In Synagogen, Schulen und vor allem zu Hause umspannte es mehrere Generationen. Texte verbinden Juden miteinander, und es wird deutlich, wie Abraham, Sara, Rabban Gamiel, Glückel von Hameln und zeitgenössische Autoren demselben Stammbaum angehören. Vater und Tochter zeigen anhand von Themen wie Kontinuität, Frauen, Zeitlosigkeit und Individualität die Verbindung von Juden und Wörtern, von der anonymen Verfasserin des Hohenliedes bis zu Talmudisten, Gelehrten und Künstlern. Sie verdeutlichen, dass jüdische Tradition und Einzigartigkeit nicht von zentralen Orten oder Ritualen abhängen, sondern von geschriebenen Worten und den Debatten zwischen den Generationen. Gelehrt, behände und humorvoll bietet das Buch einen einzigartigen Streifzug durch die jüdische Geschichte und Kultur und lädt die Leser zu Gesprächen, Fragen und Entdeckungen ein.
Israel und Deutschland
- 54 Seiten
- 2 Lesestunden
In jedem Paß, den der junge Staat seinen Bürgern ausstellte, war während der ersten Jahre der Unabhängigkeit Israels vermerkt: »Dieser Paß ist gültig für alle Länder – mit Ausnahme von Deutschland«.
In diesem Essay über Jesus und Judas erzählt der weltbekannte israelische Schriftsteller Amos Oz, wie Jesus für ihn von Kindheit an zu einer Art Begleiter wurde. Geboren in Jerusalem, wurde Amos Oz dazu erzogen, von Kirchen und Kruzifixen den Blick abzuwenden, weil dieser Mann so viel Unheil über das jüdische Volk gebracht habe. Der Bruder seines Großvaters, der berühmte Religionswissenschaftler Joseph Klausner, mahnte dagegen den Knaben: Wenn du an einer Kirche oder einem Kreuz vorübergehst, schau hin, schau genau hin, denn Jesus war einer von uns, einer unserer größten Lehrer, einer unserer größten Visionäre. Amos Oz geht den neutestamentlichen Berichten über Jesu nach und stößt auf die Geschichte vom Verrat des Judas. Sie wird für ihn zum Skandal. In der Erzählung von Judas erkennt er das Tschernobyl des christlichen Antisemitismus und den Beginn und die Gründungslegende einer unheilvollen zweitausendjährigen Geschichte. Wer war Jesus, wer Judas?: Ein engagierter persönlicher Blick!
Um die Gesellschaft eines Landes zu beschreiben, kann man zwei Methoden anwenden: die Analyse ihrer unterschiedlichen Bereiche oder die Beschäftigung mit einem Ausschnitt der Realität, um eine bestimmte Dimension sichtbar zu machen. Amos Oz, der bekannte israelische Autor, erkundete die Vorstellungen, Hoffnungen, Ängste und Vorurteile einiger Bewohner Israels gegen Ende des Jahres 1982. Er führte Gespräche mit Siedlern auf der Westbank, einem Landwirt, einem Professor für Philosophie und dem Chefredakteur einer palästinensischen Zeitung. Diese Gespräche offenbaren unterschiedliche Haltungen zu den in Israel aktuellen Problemen: zur Siedlungspolitik, dem Verhältnis zwischen Juden und Arabern, sowie zu den Beziehungen zwischen orientalischen und europäischen Juden. Auch orthodoxe und nicht-orthodoxe Meinungen über die Juden als das "auserwählte Volk" werden thematisiert, ebenso wie die Beziehungen zwischen Zionisten, Nicht-Zionisten und Anti-Zionisten. Da der Autor weitgehend auf interpretierende Eingriffe verzichtet, können die Äußerungen der Gesprächspartner als Momentaufnahmen des geistig-politischen Zustands Israels gelesen werden.
Geschichten aus Tel Ilan
- 187 Seiten
- 7 Lesestunden
Tel Ilan ist ein kleiner Ort irgendwo im nördlichen Israel. Umgeben von Weinbergen und Obsthainen, erinnert hier noch manches an die Gründergeneration, doch neben den baufälligen Unterkünften für Saisonarbeiter finden sich heute Galerien, Boutiquen und Restaurants, das unspektakuläre und provinzielle Tel Ilan lebt mittlerweile mehr von Wochenendtouristen und Schnäppchenjägern als von Landwirtschaft. Amos Oz erzählt in seinem neuen Buch von den Einwohnern dieses kleinen Kosmos, ihren unerfüllten Sehnsüchten, ihrem Scheitern, von Menschen, die zwischen dem, was hätte sein können und wohl nie sein wird, ihr scheinbar durch und durch alltägliches Leben führen. In Eine Geschichte von Liebe und Finsternis erzählt Amos Oz, wie Sherwood Anderson ihm »die schreibende Hand löste«. Auf Geschichten aus Tel Ilan trifft zu, was Amos Oz über dessen Winesburg, Ohio schrieb: ein Zyklus von Erzählungen aus dem Leben eines kleinen Ortes, »der Komödie mit Tragödie, Alltagseinerlei mit Poesie vereint«.
Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 in Jerusalem geboren und starb am 28. Dezember 2018 in Tel Aviv. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now) und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014. Sein bekanntestes Werk Eine Geschichte von Liebe und Finsternis wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 als Film adaptiert. Ruth Achlama, geboren 1945 in Quedlinburg, studierte Rechtswissenschaft in Heidelberg und Bibliothekswissenschaft in Jerusalem. Heute ist sie hauptberuflich als freie Übersetzerin tätig und lebt in Tel Aviv.
Was ist ein Apfel?
- 174 Seiten
- 7 Lesestunden
Im Jahr 2014 begann eine Zusammenarbeit zwischen Amos Oz und der Lektorin Shira Hadad während der Veröffentlichung seines Romans Judas. Diese führte zu intensiven Gesprächen, in denen sein Leben und Schreiben ohne Tabus thematisiert werden. Hadad beschränkt sich nicht nur auf die Rolle der Stichwortgeberin, was zu Kontroversen führt, da ihre jüngere, weibliche Perspektive auf den anerkannten Schriftsteller produktive Provokationen auslöst. Die Rolle des streitbaren öffentlichen Intellektuellen wird vor dem Hintergrund privater Erfahrungen beleuchtet. Es wird untersucht, wie sich private und öffentliche Sphären durchdringen, was zur Geburt des Schriftstellers unter neuem Namen nach dem Selbstmord seiner Mutter führte und wie sich die Arbeit am Schreibtisch über die Jahrzehnte verändert hat. Themen wie die Entstehung von Stoffen, die Auswirkungen von Fiktion auf das private und öffentliche Leben sowie die Bedeutung erster und letzter Worte in Romanen werden behandelt. In diesen Gesprächen erzählt Oz von seinem Leben, seinen politischen und privaten Triumphen und Niederlagen, seiner Zeit im Kibbuz, diskutiert über Feminismus, Humor, Fanatismus, Literatur und Tod. Der Leser erhält Antworten auf viele Fragen zu Oz' Literatur und Beweggründen, was zu einem umfassenden Porträt des berühmten Autors und Friedensaktivisten führt.
Von Fanatikern geht gegenwärtig die größte Gefahr aus auf dem gesamten Globus – als Terroristen führen sie Krieg gegen bestimmte Gruppen wegen deren Glaubens oder Hautfarbe, als Selbstmordattentäter ermorden sie wahllos Einzelne um ihren Glauben zu bezeugen und/oder wegen medialer Aufmerksamkeit. Amos Oz, aufgewachsen in Jerusalem, zum Schriftsteller geworden in einem Kibbuz, in der »Peace-Now« aktiv, ist aufgrund seiner persönlichen Erfahrung zu einem »Fachmann für vergleichenden Fanatismus« geworden: in seinen Büchern lotet er dessen Abgründe aus, als Kommentator bekämpft er sie politisch, als Betroffener stellt er sich und anderen die Frage, wie man zum Fanatiker werden kann. Die drei Essays dieses Bandes stammen also weder von einem Forscher noch von einem Experten, sie beruhen auf der existenziellen Betroffenheit des Autors, seiner Erfahrungen im täglichen Umgang wie in der Analyse des Geschehenen und Geschehenden. Sie erheben weder den Anspruch, alle Details des Streits zu beleuchten, noch alle Facetten abzubilden, am allerwenigsten darauf, das letzte, das abschließende Wort, kurz: recht zu behalten: Das Ziel dieser Plädoyers besteht darin, mit ihnen bei jenen auf Aufmerksamkeit zu stoßen, die anderer Meinung als ich, also Fanatiker, sind.
Der Alptraum ist die Kehrseite des Traumes, sein schmerzhafter Preis. Dies haben auch jene erfahren müssen, die in den dreißiger und vierziger Jahren auf der Flucht vor dem Holocaust nach Palästina gelangt sind; gestrandet in einer unwirtlichen Landschaft unter britischer Mandatsverwaltung, in der sich die Träume vom jüdischen Staat nur zögernd verwirklichten. 1974/75 hat Amos Oz drei Erzählungen über die Erfahrungen dieser jüdischen Einwanderer verfaßt. Die erste Erzählung, »Der Berg des bösen Rates«, spielt im Mai 1946 und schildert, wie Palästina für Dr. Kipnis und seine Frau aus unterschiedlichen Gründen zur geliebten oder erzwungenen Endstation einer Flucht wird. In »Herr Levi« ist es Spätsommer 1947, und Amos Oz erzählt vom jüdischen Widerstand gegen die englische Verwaltung. Unmittelbar daran schließt sich »Sehnsucht« an, doch die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Nunmehr ist der Abzug der Engländer gewiß, und die Zionisten rüsten sich für Konflikte mit den arabischen Nachbarn.
Unter Freunden
- 215 Seiten
- 8 Lesestunden
In seinem neuen Erzählungsband knüpft Amos Oz an seine großen Erfolge an und kehrt zu seinen Wurzeln zurück, zu der Zeit, die ihn am meisten inspiriert hat: seine Kibbuz-Jahre. Die acht Erzählungen spielen im fiktiven Kibbuz Ikat und zeichnen prägnante und feinfühlige Porträts von Frauen und Männern, die ihren ganz eigenen Träumen und ihrem eigenen Schmerz nachhängen, immer im Schatten des großen Traums vom Kollektiv. Da ist Zvi, der pessimistische Gärtner, der alle im Kibbuz mit aktuellen Katastrophenmeldungen versorgt; David, der Lehrer, der die Frauen liebt; Nina, eine eigensinnige junge Frau, die es keine Nacht mehr mit ihrem Mann aushält; und Martin, ein Schuster, der den Holocaust überlebt hat. Oz tastet sich behutsam an seine Figuren heran, beobachtet sie, ihre Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte mit nüchternem Blick und mit großer Empathie. Jede dieser Geschichten ist ein literarisches Kleinod, alle zusammen ergeben sie ein Porträt einer großen Idee und einer ganz spezifischen Zeit.
Bericht zur Lage des Staates Israel
- 77 Seiten
- 3 Lesestunden
Die beiden im vorliegenden Band versammelten Texte aus den Jahren 1990 und 1991 präsentieren diese beiden Dimensionen des Autors Amos Oz, und sie machen zugleich deutlich, daß er zwischen beiden strikt unterscheidet: Wenn er mit sich selbst in Übereinstimmung sei, so Amos Oz, greife er in die politische Situation ein. Ziel seines politischen Engagements: Er kämpft für eine Zweistaatenlösung in Palästina, mit einem souveränen Israel und einem eigenen Staat für die Palästinenser.
Man schießt und weint
Gespräche mit israelischen Soldaten nach dem Sechstagekrieg
Die andere Seite des Krieges – Gespräche mit den Soldaten des Sechstagekriegs Nach dem Sechstagekrieg von 1967 initiierte Avraham Shapira zusammen mit Amos Oz das wohl einflussreichste israelische Buch: „Gespräche mit israelischen Soldaten“. Es entstand, als „nach dem Sechstagekrieg im Land eine Art Siegesrausch war“, so Oz im Vorwort zur Neuauflage. „Kein Mensch in Israel sprach vom menschlichen Leid und erst Recht nicht vom besiegten Feind. Wir hatten das Gefühl, dass man von Mensch zu Mensch gehen und erfahren muss, was die Kämpfer auf dem Schlachtfeld erlebt haben und was sie nach dem Schlachtfeld erlebten.“ Damals vom israelischen Militär stark zensiert, liefern die inzwischen weitgehend autorisierten Interviews einen beeindruckenden Einblick in die andere Seite auch heutiger Kriege.
Der dritte Zustand
- 365 Seiten
- 13 Lesestunden
Die Ereignisse einer Woche in Jerusalem machen dem liebenswerten Polit-Neurotiker Efraim Nissan, genannt Firma, bewußt, dass innerer wie äußerer Friede eines dritten Zustandes bedarf, der politisches Bewusstsein und private Träume gelassen vereint.
Mit den jüdischen Einwanderungswellen nach Palästina und verstärkt durch die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 ist es zwischen der jüdischen Bevölkerung und deren arabischen Nachbarn zu heftigen Auseinandersetzungen, die in Kriege mündeten, gekommen. Diese Entwicklung prägte und prägt nicht nur die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse des Landes, sondern auch das Verhalten der einzelnen Menschen. Amos Oz ist der erzählende Chronist der realen, geistigen und emotionalen Verhältnisse Israels. Sein Roman Ein anderer Ort zeichnet mit der kleinen Welt des Kibbuz einen Mikrokosmos dieses Landes. Der Kibbuz liegt an der nördlichen Grenze Israels. Auf den ersten Blick erscheint er, zu Beginn der sechziger Jahre, als ein kleines Paradies auf Erden. Doch wird er zweifach bedroht: von außen, da auf den Bergen über dem Ort feindliche Stellungen lauern. Von innen: Hinter der harmonischen Außenseite tun sich Spannungen auf, verstricken sich die Menschen in verquere Liebesverhältnisse, werden ideologische Differenzen ausgetragen. Amos Oz zeigt in seinem humorvollen, vielstimmigen Roman, der moralische Wertungen vermeidet und auch dem Klatsch die ihm im Kibbuz gebührende Rolle einräumt, die eruptive Gewalt der Leidenschaften und der weltanschaulichen Gegensätze – und die Art und Weise, wie sie, vielleicht, versöhnt werden können.
Die Hügel des Libanon
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Der vorliegende Band versammelt die wichtigsten, aufschlußreichsten und politisch relevantesten Essays von Amos Oz von 1967 bis zur Gegenwart. In ihm sind die Grundannahmen und politischen Schlußfolgerungen des brillant formulierenden Essayisten Amos Oz nachzulesen, die sich seit den ersten kriegerischen Auseinandersetzungen des Staates Israel mit den arabischen Nationen bis zum schwierigen Friedensprozeß zu einer geschlossenen Rundschau verdichten.
Fanatismus ist für Alexander Gideon nicht nur das beherrschende Thema seiner wissenschaftlichen Arbeit, Fanatismus bestimmt auch sein privates Leben. Ein facettenreicher Roman, der die Widersprüchlichkeiten heutiger israelischer Existenz widerspiegelt.
Sumchi (11) aus Israel ist ein richtiger Hans im Glück. Besonders als er sich in Esthi verliebt ..
Wo die Schakale heulen
Erzählungen
Als Autor trat Amos Oz auf ihn bezeichnende Weise zum ersten Mal 1961 an die Öffentlichkeit, mit einem politischen Essay sowie einer Erzählung. Es folgten mehr als zwanzig Romane, Erzählsammlungen und Essaybände. In Wo die Schakale heulen, seiner ersten Buchpublikation aus dem Jahre 1965, acht Erzählungen, die erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen, ist in exemplarischer Weise mitzuerleben, wie Oz zu dem Schriftsteller geworden ist, der er ist. In den Erzählungen sind alle den Autor prägenden Themen bereits versammelt: Der eminent politische Oz erzählt vom Kibbutzalltag in feindlicher Umgebung. Dabei zeigt sich: Politische Gegebenheiten sind äußerst wichtig für das individuelle und kollektive Handeln. Im Heulen der Schakale jenseits der Zäune ist der israelisch-palästinensische Konflikt präsent. Das Außen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, erklärt jedoch nicht hinreichend das Verhalten der Einzelnen: Es hängt im gleichen Maße ab von den Traditionen, den Phantasien, dem Glauben. Auch in den frühesten Erzählungen erweist Amos Oz sich als Meister im Verfolg der luzidesten Regungen seiner Personen, die sich auf keinen vorgefassten Begriff bringen lassen. Hier haben die traumhaft-utopischen Aspekte seiner Bücher ihren Ursprung – auch wenn die Hoffnungen von Autor und Protagonisten auf politischer wie individueller Ebene nie in Erfüllung gehen.
„»Amos Oz erzählt die Geschichte eines Kibbuz, eine Geschichte, die er kennt; denn er hat selbst über 30 Jahre lang in einer dieser Keimzellen des israelischen Staatswesens gelebt. Er kennt sie, diese Jonathans, Asarjas, Sruliks, Joleks, Chawas und Rimonas, er kennt sie in ihrem Bedürfnis, irgendwo zuhause zu sein. Das Gefühl, das sie alle umtreibt, heißt Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Staat, in dem sie frei und sicher leben können bei den Zionisten alten Schlages, Sehnsucht nach Abenteuer und einer weiten, einer grenzenlosen Welt bei der Jugend, die bereits in der Geborgenheit und der Zucht eines Kibbuz aufgewachsen ist, Sehnsucht nach dem ›perfekten Frieden‹ bei einem wie Jonathan Lifschitz, der eines Tages beschließt, seine Frau, seine Eltern und die Gemeinschaft der ändern Kibbuzniks zu verlassen, um jenen Ort auf der Welt zu suchen, an dem er wirklich , zuhause und bei sich selbst wäre.« Klara Obermüller, Die Weltwoche“
Palästina zur Zeit der englischen Besatzung: »Profus ist ein gemeiner Verräter«, steht eines Morgens an der Hauswand. Das ist so ziemlich der schlimmste Vorwurf für einen 12-jährigen Jungen, der ganz in der Vorstellung aufgeht, ein Untergrundkämpfer zu sein. Doch Profus hat ein Tabu gebrochen: Er hat sich mit dem Feind, einem englischen Sergeant, angefreundet – und dabei den Feind aus den Augen verloren … Amos Oz greift ein brisantes Thema auf: Ist es vorstellbar, dass ein Feind sich menschlich zeigt? Und wie würde man selbst darauf reagieren?
Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Verzweifelt findet er Unterschlupf und Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter für einen behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel, die beinah doppelt so alt ist wie er. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben, andernfalls würde er seinen Arbeitsplatz sofort verlieren, wie alle seine Vorgänger.
Nach seinem Welterfolg Eine Geschichte von Liebe und Finsternis legt der Bestsellerautor Amos Oz nun eine Geschichte für Kinder und Erwachsene vor. Plötzlich tief im Wald erzählt von Maja und ihrem Freund Matti, die beschließen, das dunkle Geheimnis ihres Heimatdorfs zu ergründen. Wie kam es, daß in einer Winternacht vor vielen Jahren alle Tiere aus dem Dorf verschwanden? Und warum liegt eine so seltsame Traurigkeit über den Bewohnern?
Eine Frau erkennen
- 318 Seiten
- 12 Lesestunden
Der meisterhafte Roman des israelischen Erzählers Amos Oz legt die Zuordnung zur Gattung des Spionageromans nahe: Sein Hauptakteur ist der 47-jährige Exagent des israelischen Geheimdienstes Joel Ravid, der versucht, sich von seiner Identifizierung mit dem Agentendasein zu lösen und ein Gleichgewicht zwischen Öffentlichem und Privatem herzustellen. Nach dem Tod seiner Frau zieht sich Joel ins Privatleben zurück, wird jedoch immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Der Geheimdienst drängt ihn zur Rückkehr, während er nicht in der Lage ist, seine jahrelange Einstellung abzulegen, hinter jedem Ereignis eine andere Wahrheit zu sehen. Die Suche nach der Wahrheit erweist sich als der falsche Weg, um sich ihr zu nähern. Oz plädiert für die Beendigung des latenten Krieges der Israelis mit sich selbst und träumt von einer Normalität in Frieden und Bescheidenheit, in der Politik durch Menschlichkeit aufgehoben wird. In stetem Wechsel zwischen Handlung und Reflexion beschreibt er die allmähliche Selbstfindung eines geläuterten Patrioten. So ist dieser von Ruth Achlama vorzüglich übersetzte Roman auch ein Buch von utopischer Kraft und ein aktueller Appell an die Menschlichkeit.
Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, genauer zwischen Israelis und Palästinensern, bildet den Hintergrund, vor dem Amos Oz im Januar 2002 seine Vorlesungen in Tübingen hielt. Hier schildert er, der bereits seit Mitte der sechziger Jahre für zwei unabhängige Staaten auf israelisch-palästinensischem Territorium plädierte, wie er zum Schriftsteller wurde. In der zweiten Vorlesung wendet sich der »Fanatismusexperte« Amos Oz dem Thema zu, das wie ein roter Faden sein gesamtes literarisches wie essayistisch-publizistisches Werk durchzieht: Ursachen und Konsequenzen des Fanatismus. Und um ein praktisches Beispiel sowohl für Nicht-Fanatismus wie für das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern zu geben, hat Amos Oz den palästinensischen Schriftsteller Izzat Ghazzawi gebeten, über die Bedeutung von Kultur und Literatur in Konfliktgebieten zu reden. In dieser Weise wirft vorliegender Band ein Schlaglicht auf die Situation und setzt ein kleines optimistisches Zeichen: nämlich daß Koexistenz zwischen beiden Völkern möglich ist.
Bei der ersten Erzählung, Späte Liebe, handelt es sich um den inneren Monolog eines altgewordenen Redners für die sozialistische Bewegung im Israel der siebziger Jahre. Für diesen Mann ist der jüdische Staat in extremer Gefahr, da in Rußland ständig Komplotte zur Vernichtung Israels geschmiedet werden. Doch niemand hört auf ihn. In seiner Einsamkeit gibt er sich fanatischen Phantasien hin, wonach die israelische Armee die Sowjetunion überrollt. In der Erzählung Dem Tod entgegen evoziert Oz die Geschichte eines Kreuzzuges: Im Jahre 1096 bricht Graf Guillaume de Touron mit einem Troß auf, um durch die Eroberung Jerusalems sein Seelenheil und das seiner Mitstreiter zu erlangen. Auf ihrem Weg plündern und morden sie, denn es dient ja der guten Sache. Ihr dienen auch die Greueltaten an Juden, die sie auf ihrem Weg aufstöbern. Doch dieser Kreuzzug schlägt fehl. Das Scheitern ist bedingt durch die fanatische Einstellung der Kreuzfahrer: Sie können sich nicht vorstellen, daß Gott sie auf ihrem Pilgerzug mit solchen Hindernissen konfrontiert, und suchen folglich in ihrer Mitte nach dem Verräter. Das gemeinsamen Thema dieser beiden Erzählungen: die Vorstellung des anderen als des absolut Bösen zerbricht diejenigen, die sich diese Vorstellung zu eigen machen.
Verse auf Leben und Tod
- 120 Seiten
- 5 Lesestunden
Tel Aviv, ein stickiger Sommerabend: Ein bekannter Schriftsteller ist zu einer Lesung eingeladen. Was werden seine Leser, was wird sein Publikum ihn fragen? Das Übliche? Warum schreiben Sie? Sind Ihre Bücher autobiographisch? Was wollten Sie uns mit Ihrem letzten Roman sagen? Was wird er antworten? Das Übliche? Oder wird er sich den Erwartungen widersetzen? Amos Oz erzählt in seinem neuen Roman von einem bekannten Schriftsteller an einem stickigen Sommerabend in Tel Aviv, von der Liebesnacht danach, von den Menschen, die ihm begegnen, bis die Geschichten, die sie alle haben oder haben könnten, sich entfalten und miteinander verknüpfen, bis das, was sich ereignet, und das, was sich hätte ereignen können, ununterscheidbar werden. Verse auf Leben und Tod ist die unkonventionelle Antwort des großen Erzählers Amos Oz auf die Frage nach dem subversiven Wechselspiel von Leben und Literatur.
Mein Michael
- 253 Seiten
- 9 Lesestunden
„Hannah Gonen, 30 Jahre alt, trennt sich nach zehn Jahren Ehe von ihrem Mann, dem Geologen Michael Gonen. Als Studentin hat sie ihn kennengelernt, sich in ihn verliebt. Sie hat ihr Studium aufgegeben, Mann und Kind ernährt; den Widerstand von Michaels Verwandtschaft ertragen – und seine Lieblosigkeit. Jetzt resümiert sie, vergegenwärtigt sich noch einmal die Stationen dieser Ehe.“
Nenn die Nacht nicht Nacht
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden
In Tel Kedar, einer fiktive Kleinstadt, führen die Einwohner ein eher beschauliches Dasein. Als der offenbar drogenabhängige Schüler Immanuel unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, plant sein in Afrika lebender Vater, in Tel Kedar ein Entziehungsheim für Drogensüchtige zu errichten, und beauftragt für dieses Projekt die Lehrerin Noa. Noa lebt mit dem vorzeitig aus dem Dienst geschiedenen Stadtplaner Theo zusammen. Beider ursprünglich stürmische Liebe zueinander hat sich inzwischen zu einem Nebeneinander gewandelt, und so begreift Noa ihre Arbeit für das Entziehungsheim als die Möglichkeit, ihr Leben zu verändern. Theo, den das zunächst anscheinend völlig unberührt läßt, obwohl er auf diesem Gebiet die größere Erfahrung aufweisen kann, will sich in den Kampf um das Entziehungsheim einmischen, wogegen sich Noa erbittert wehrt. Erzählt wird diese Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Noa und von Theo, in der ersten Person, die, teils sich ergänzend, teils sich widersprechend, unterschiedliche Versionen der gleichen Begebenheiten wiedergeben.
Keiner bleibt allein
- 409 Seiten
- 15 Lesestunden
What Makes an Apple?
- 152 Seiten
- 6 Lesestunden
This book features six conversations between Amos Oz and Shira Hadad, who was his editor for the novel Judas. Conducted toward the end of Oz's life, these interviews delve into his thoughts on various themes that shaped his life and career, including writing, guilt, love, death, and the afterlife. In the first interview, "A Heart Pierced by an Arrow," Oz shares his journey to becoming a writer and discusses the challenges of his writing process. "Sometimes" reflects on his insights into men, women, and relationships. "A Room of Your Own" outlines his growth as a writer on the kibbutz and his decision to leave. In "When Someone Beats up Your Child," he addresses the critical reception of his work, while "What No Writer Can Do" covers his experiences teaching literature and his views on contemporary literary instruction. The final piece, "The Lights Have Been Changing Without Us for a Long Time," offers his reflections on fellow writers and the changes he has observed in himself and others over time. The title is inspired by a passage in the first interview, where Oz likens a story to an apple, formed from various elements yet distinct from them.
Harvest in Translation: In the Land of Israel
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
“An exemplary instance of a writer using his craft to come to grips with what is happening politically and to illuminate certain aspects of Israeli society that have generally been concealed by polemical formulas.” — The New York TimesNotebook in hand, Amos Oz traveled throughout Israel and the West Bank in the early 1980s to talk with workers, soldiers, religious zealots, aging pioneers, new immigrants, desperate Arabs, and visionaries, asking them questions about Israel’s past, present, and future. What he heard is set down here in those distinctive voices, alongside Oz’s observations and reflections. A classic insider’s view of a land whose complex past and troubled present make for an uncertain future.“Oz’s vignettes . . . wondrously re-create whole worlds with an economy of words.” — Philadelphia Inquirer
The Story Begins
- 118 Seiten
- 5 Lesestunden
In these essays, Amos Oz brings his experience as novelist, teacher and critic to bear on the different ways in which diverse writers enter into contact with the reader - by wooing them or by shock tactics. He analyzes writers such as Chekoh, Kafka, Agnon, Garcia Marques, and Raymond Carver.
This superb collection of essays offers Oz and much more.
Under This Blazing Light
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
This collection features political, personal, and literary essays by a renowned Israeli novelist, offering a lively and questioning perspective on Israel's complex cultural landscape. It delves into the Israeli-Palestinian conflict, the essence of Zionism, and the concept of 'homeland', alongside reflections on socialism and influential Jewish thinkers. Through these essays, the author reveals his own experiences and development, combining skepticism and idealism, which are likely to engage new readers while delighting long-time admirers of his work.
Jews and words
- 248 Seiten
- 9 Lesestunden
The authors roam the gamut of Jewish history to explain the integral relationship of Jews and words. Father and daughter tell the tales behind Judaism's most enduring names, adages, disputes, texts, and quips. These words, they argue, compose the chain connecting Abraham with the Jews of every subsequent generation. From the unnamed, possibly female author of the Song of Songs through obscure Talmudists to contemporary writers, they suggest that Jewish continuity, even Jewish uniqueness, depends not on central places, monuments, heroic personalities, or rituals but rather on written words and an ongoing debate between the generations.
The Hill of Evil Counsel
- 228 Seiten
- 8 Lesestunden
The Hill of Evil Counsel is a fusion of history and imaginative narrative, re-creating the twilight world of Jerusalem during the fading days of the British Mandate. In these three closely linked stories, Oz vividly evokes the stifling atmosphere of impending crisis as real personalities rub shoulders with fictional characters whose hopes and fears are hauntingly portrayed.
Suddenly In the Depths of the Forest
- 137 Seiten
- 5 Lesestunden
In a distant village, all animals and birds have vanished. Only a young teacher and an old man discuss these mythical creatures with children who have never seen them, while a lonely boy dreams of animals amidst the eerie silence surrounding the topic.
V jedenácti esejích a článcích pojednává autor, přední současný izraelský prozaik, o tak ožehavých a aktuálních tématech, jakými jsou soudobý sionismus, problematika kompromisních i konfliktních cest k řešení nevraživosti mezi Židy a Araby ad.
Skok do prázdného bazénu
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
„Tahle kniha by se klidně mohla jmenovat Příběh skokana do prázdných bazénů,“ říká izraelský spisovatel Amos Oz. To když vypráví o zlomových okamžicích svého života, kdy se několikrát vydal do neznáma a musel začít znovu – změnil si jméno a opustil domov, podstatnou část života strávil v kibucu, kde si těžce vybojoval podmínky na psaní a nakonec i odtud musel spolu s dětmi a manželkou odejít téměř bez peněz a bez prostředků. Rozhovor s ním vede dlouholetá redaktorka jeho knih Šira Chadadová. Kriticky se ho ptá na jeho psaní a inspirace, politické postoje a vztah k erotice a genderu, empaticky naslouchá, když Oz vypráví o sebevraždě své matky nebo hněvu fanatiků, které pobouřil svými texty. V šesti rozhovorech o vášni a lásce, vině, radosti a smrti přináší ojedinělý a intimní vhled do života a tvorby významného spisovatele, věčného čekatele na Nobelovu cenu za literaturu.
Jak vyléčit fanatika
- 77 Seiten
- 3 Lesestunden
Známý izraelský prozaik a publicista se ve dvojici esejů zamýšlí nad možnými východisky z dlouholetého izraelsko-palestinského konfliktu i nad širším problémem politického a náboženského extremismu, oživeným zejména teroristickými útoky ze září 2001. Ozův pohled na historii blízkovýchodního sporu a vize jeho uspokojivého řešení upoutají svou přímočarostí a odvahou, zároveň však i živým a osobně laděným podáním. Neotřelým způsobem a se smyslem pro humorné odlehčení tíživého tématu se Oz vyslovuje i k aktuálnímu problému světového terorismu, v němž vidí především nový projev odvěkého sváru mezi pragmatismem, pluralismem a tolerancí na jedné straně a různými formami fanatismu na straně druhé.
I Narratori: Una storia di amore e di tenebra
- 627 Seiten
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Amore e tenebra sono forze centrali in questa autobiografia romanzata, che esplora le origini della famiglia di Oz, la sua infanzia a Gerusalemme e nel kibbutz di Hulda, e la tragica esistenza dei suoi genitori. La narrazione si snoda attraverso 120 anni di storia familiare, rivelando una saga di amore e odio verso l'Europa, con protagonisti quattro generazioni di sognatori, studiosi, uomini d'affari falliti e poeti egocentrici. Questa galleria di personaggi crea un "cocktail genetico" da cui emerge un figlio unico, che, in un momento di rivelazione dolorosa, scopre di essere un artista e scrittore. Oz racconta la sua infanzia e adolescenza, ricca di aspirazioni poetiche e paure di un possibile genocidio degli ebrei, questa volta da parte degli arabi e del mondo intero. Il giovane Oz temeva che il mondo stesse tramando per uccidere tutti gli ebrei, inclusi i bambini e i giovani sognatori. Al centro della narrazione c'è il grande tabù di Oz: il suicidio della madre nel 1952. Questa esplorazione della tragedia è condotta con lucidità e nostalgia, mescolando pietà e travaglio, in un flusso di coscienza poetico che colpisce profondamente il lettore.
Racconti crudeli dei più grandi narratori israeliani
- 266 Seiten
- 10 Lesestunden
Terra di profondi contrasti, Israele, anche in letteratura. I racconti qui presentati parlano di sentimenti forti: odio, guerra, sangue e violenza. Eppure non mancano l'amore per le proprie radici, le passioni cocenti, la sensualità.
I Narratori: Scene dalla vita di un villaggio
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Un uomo capita, quasi per caso, in un pittoresco villaggio d'Israele, Tel Ilan. Tutto sembra immerso in una quiete pastorale, se non fosse che invece in quell'armonia formicolano segreti, fenomeni inquietanti, tresche amorose, eventi di sangue. Tocca al visitatore cercare di svelare l'enigma, o anche soltanto conciliarsi con tutti questi misteri. Come quello di Benni Avni, sindaco del villaggio, che un giorno riceve un biglietto dalla moglie con solo quattro parole: "Non preoccuparti per me". Il marito naturalmente si preoccupa, la cerca in casa, in un rifugio antiaereo in rovina, in una sinagoga vuota, in una scuola - e questo è quanto. Non sapremo mai dov'è finita la moglie di Benni Avni. Né sapremo mai l'identità di quella strana donna, vestita da escursionista, che improvvisamente appare davanti all'agente immobiliare Yossi Sasson. O cosa è successo al nipote della dottoressa Ghili Steiner, che doveva arrivare al villaggio con l'ultimo pullman, ma non si è mai visto. O chi sia lo strambo Wolf Maftzir, che si infiltra nella vita e nella casa di Arieh Zelnik. Qualcosa di terribile è accaduto nel passato dei protagonisti di Tel Ilan. Qualcosa non è stato assorbito dalle loro menti e non è stato preservato nelle loro memorie, eppure esiste da qualche parte, nelle cantine, freme negli oggetti stessi, rivissuto ancora e ancora attraverso il dimenticare, in attesa del momento della rivelazione.
Effi Briest
- 356 Seiten
- 13 Lesestunden
Theodor Fontane: Effi Briest. Roman Bereits seit 1890 arbeitet Fontane an dem Gesellschaftsroman, der zu einem Hauptwerk des poetischen Realismus werden wird. Von 1894 bis 1895 wird der Text zunachst als Fortsetzung in der Zeitschrift Deutsche Rundschau vorab gedruckt. Die erste Buchausgabe erscheint 1896 im Verlag des Sohnes des Autors, Friedrich Fontane & Co., in Berlin. Die siebzehnjahrige Effi heiratet den uber zwanzig Jahre alteren Baron von Innstetten und folgt ihm in die Provinz. In der Vereinsamung auf dem Lande kommt es zu einer kurzen, wenig leidenschaftlichen Affare zwischen Effi und dem Major von Crampas. Viele Jahre spater entdeckt Innstetten, inzwischen befordert und nach Berlin versetzt, die alten Liebesbriefe von Crampas. Begonnen 1890/94, Erstdruck in: Deutsche Rundschau (Berlin), Oktober 1894 - Marz 1895. Vollstandige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Theodor Fontane: Romane und Erzahlungen in acht Banden. Herausgegeben von Peter Goldammer, Gotthard Erler, Anita Golz und Jurgen Jahn, 2. Auflage, Band 7, Berlin und Weimar: Aufbau, 1973. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgefuhrt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Emile Claus, Die Frau des Kunstlers, um 1900. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt."
Na een mislukt eerste huwelijk probeert een jonge vrouw geborgenheid te vinden in een tweede huwelijk.

















































